Diesterweg-Bilder zieren Flure und Büros der Milchwerke „Mittelelbe“

Internationales Publikum

Sechs Wochen haben Zehntklässler im Kunstkurs mit Lehrerin Bettina Ratke (2.v.r.) Leinwände mit Acrylfarbe gestaltet. Als Motive wählten die Diesterweg-Schüler markante Produkte beziehungsweise Lieferanten ihres Kooperationsbetriebs aus. Foto: privat

Stendal. Als sich die Personalchefin des Stendaler Traditionsunternehmens Milchwerke „Mittelelbe“, Silvia Schenk, mit Direktorin Silvia Mattner an einen Tisch setzte, um einen Pakt zwischen Praxis und Theori zu schließen, war von Anfang an klar, dass beide Seiten profitieren wollen.

Seitdem stehen für Neuntklässler der Diesterweg-Sekundarschule interessante Praktikumsplätze in dem 300-Mitarbeiter-Betrieb zur Verfügung, der sich als größter Milchverarbeiter der Region einen Namen gemacht hat.

Schöpferisch tätig waren nun im Gegenzug mit Pinsel und Acrylfarbe die Kunstkurs-Zehntklässler von Lehrerin Bettina Ratke. Sie schufen wahre Kunstwerke, die fortan die Galerie des Verwaltungsgebäudes des Industriebetriebs für Trockenmilch und Babynahrung zieren werden. So finden sich an den Wänden der Chef-Etage des 1949 als VEB Dauermilchwerke gegründeten Unternehmens Werke etwa von Schüler Kai Francke, dessen Motiv eine lebenslustige Kuh ist. Mitschülerin Lisa Weber bildete zeitgeistgerecht einen Cappuccino ab. Auch Außenansichten des imposanten Betriebsensembles mit seinen gewaltigen Türmen an der Heerener Straße finden sich unter der Kooperationskunst. Die Diesterweg-Bilder sieht auch internationales Publikum, schließlich geht in den Büros der Stendaler Milchwerkler die halbe Welt ein und aus.

Von Antje Mahrhold

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