„Aus Tanker wird Schnellboot“

Inspektion Stendal soll bis 2021 insgesamt 725 Beamte haben

+
Mehr Effizienz soll die neue Polizeistruktur mit vier Inspektionen statt vormals drei Direktionen bringen. Das Dienstschild in Stendal hat Innenminister Holger Stahlknecht mit Polizeidirektor Andreas Krautwald montiert.

Stendal – Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) und der Leiter der Polizeiinspektion (PI) Stendal, Andreas Krautwald, haben jüngst in einem symbolischen Akt das neue Dienststellenschild am Eingang zum Innenhof des Gebäudekomplexes am Uchtewall angebracht.

Sprichwörtlich aus dem Dornröschenschlaf geweckt wurde das Objekt am Rande des Wohngebiets Stadtsee. Es war im Jahr 2002 bereits für eine damalige Polizeidirektion gebaut worden.

Nach deren Umstrukturierung beherbergte es zwar Beamte und deren Polizeiaufgaben, war aber durch die damals geplanten mehr 1000 Beamten nicht ausgelastet. So wurde nun durch die Reform aus dem sinnbildlichen Tanker ein Schnellboot, wie Stahlknecht bildlich ausdrückt.

Ebenso sei es ein guter Tag für die Altmark und für das Jerichower Land, weil es „perspektivisch gesehen“ ein Stück sicherer für die Bevölkerung werde. Der Bereich der PI Stendal ist dem Zuständigkeitsbereich des örtlichen Landgerichts angepasst. So ist der Standort in der Rolandstadt zuständig für die Landkreise Jerichower Land, für den Altmarkkreis Salzwedel und für den Landkreis Stendal. Dies bedeutet eine Flächenabdeckung von 6293 Quadratkilometern mit 288 108 Einwohnern.

Zurzeit zählt die Inspektion 500 Polizeivollzugsbeamte. Bis 2021 soll die Stärke auf 725 Beamte ansteigen. Aufgaben der neuen Behörde werde unter anderem sein, einen Servicebereich für die Bevölkerung zu schaffen. Notrufe gehen dann nicht mehr in Magdeburg ein, sondern sollen wieder in Stendal landen. Im Jerichower Land werden die derzeit 30 Beamten um weitere 30 Kollegen verstärkt. So könnten Prioritäten bei Strafdelikten künftig besser gesetzt werden.

Abteilungsleiterin Christiane Bergmann erläuterte das Investitionsvolumen von 2,29 Millionen Euro. Die Summe resultiere aus dem Aufbau hochmoderner Technik sowie aus Umbauten. So werde auf Monitoren in der Inspektion am Uchtewall auf einen Blick zu sehen sein, wo sich die Polizei-Funkwagen gerade befinden. Das Personal der PI Stendal komme überwiegend aus dem Stendaler Raum. Gegen seinen Willen werde niemand in die Kreisstadt versetzt. Dies zähle bei jungen Kollegen ohnehin weniger. Sie sollten sich an der Schönheit der Altmark erfreuen, sagt Stahlknecht.

VON UTE KRUG

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare