Digitale Technik nach Modellprojekt für Stadtgebäude

Info-Monitore: Rathaus will touristisch punkten

An der Stendaler Tourist-Information im Stendaler Rathaus wehen die Fahnen der Besucherberater.
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Digitale Stelen oder Monitore könnten auch im Stendaler Rathaus aufgebaut werden. Dort hat nicht zuletzt die Tourist-Information ihren Sitz. Sie wurde kürzlich umgebaut.
  • Marco Hertzfeld
    VonMarco Hertzfeld
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Die Hansestadt Stendal will mit Info-Monitoren an ausgewählten Stellen bei Touristen und Einheimischen punkten. Nach einem Modellprojekt könnte die digitale Technik an mehreren Orten einziehen.

Stendal – Die Hansestadt will bei der digitalen Information von Touristen und Einheimischen einen Zahn zulegen. Im Technologiepark Altmark an der Arneburger Straße wird derzeit an einem Modellprojekt gearbeitet. „Hierbei sollen Monitore im Empfangsbereich installiert werden, welche dem Bürger als Orientierungs- und Informationshilfe diesen sollen“, erläutert Stadtsprecher Armin Fischbach. Mit der Fertigstellung dort sei für Herbst dieses Jahres zu rechnen. „Nach erfolgreichem Test im Technologiepark Altmark wird dann überlegt, Stelen oder Monitore ebenfalls im Rathaus und im Stadthaus am Markt zu installieren.“

Nach Modellprojekt das Zentrum auf Liste

Wer es nicht weiß: Der Technologiepark meint vor allem frühere Speichergebäude, die nach der politischen Wende in Ostdeutschland umgebaut wurden und multifunktionale Werkhallen, Büro-, Seminar- und Versammlungsräume umfassen. Unter anderem hat das Existenzgründerzentrum BIC dort seinen Sitz. Die geplanten Monitore dürften Besuchern im wahrsten Sinne des Wortes die Richtung weisen und zusätzliche Informationen liefern. Sollte sich die Technik dort und dann vor allem auch in Rathaus und Stadthaus bewähren, seien Tafeln auch in anderen kommunalen Gebäuden denkbar, führt Fischbach weiter aus.

So oder ähnlich sieht der Info-Monitor für Arneburg aus. Noch ist er dort nicht angebracht.

Wie sich die Ausgaben derzeit und perspektivisch entwickeln und inwieweit Fördertöpfe genutzt werden sollen, dazu gibt es aus dem Stendaler Rathaus noch keine genauen Informationen. „Die Kosten werden in Vorbereitung auf das Haushaltsjahr 2022 aktuell ermittelt.“ Dass die digitale Zukunft auch in dieser Form ihren Preis haben dürfte, davon lässt sich sicherlich ausgehen. Der erhoffte Nutzen scheint klar, Fischbach auf AZ-Anfrage weiter: „Die Informationstafeln dienen der Orientierungshilfe und Informationsnähe. Außerdem stellen sie einen zusätzlichen Service für Touristen und Einheimische dar.“

Arneburg installiert früher als Stendal

Inwieweit Stelen oder Monitore im größeren Maße bis zum Sachsen-Anhalt Anfang Juli nächsten Jahres einziehen können und sollen, bleibt abzuwarten. Beim Landesfest in der altmärkischen Kreisstadt werden eine Viertelmillion Gäste und mehr erwartet. Eine Nummer kleiner in Planung und Umsetzung läuft es zumindest vorerst in Arneburg. Wie bereits Ende Juni berichtet, entsteht beim Stendaler Nachbar im Tourismusbüro ein digitaler Infopunkt. Wer vor dem Touchbildschirm steht, wird zunächst freundlich begrüßt. Dann gibt es die Hinweise, etwa zu Unterkünften, Läden und Sehenswürdigkeiten.

Inwiefern Arneburg damit in dieser Sache Vorreiter in Landkreis und Altmark ist, bleibt vorerst offen. „In puncto Infostellen haben wir leider keinen vollständigen Überblick für die Region. Ob Arneburg hier tatsächlich die Pionierleistung erbringt, können wir nicht beurteilen“, zeigt sich Stendals Rathaussprecher lieber vorsichtig. „Unserem Kenntnisstand nach hat auch die SWG bereits vor geraumer Zeit mit Informationsbildschirmen in einigen ihrer Immobilien experimentiert, um ihre Mieter zuverlässiger zu informieren.“ Die Stendaler Wohnungsbaugesellschaft ist ein kommunaler Großvermieter.

Wie sehr sich die Technik in Arneburg und die in Stendal ähneln werden und in welchem Maße sie letztendlich in beiden Städten zum Zuge kommen wird, auch das wird sich zeigen. Dass eine Offensive Sinn ergebe, wurde für Arneburg in einem Ausschuss bekräftigt. Viele der Informationen seien natürlich mit einigem Suchen auch per Smartphone im Internet zu finden. Der Bildschirm solle diese Hinweise jedoch bündeln und einfach zur Verfügung stellen. Ein Klick weiter und weiter verhelfe zu bestimmten Informationen. Auflisten ließen sich beispielsweise auch aktuelle Coronavorschriften.

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