Polizei schließt strafbare Handlung aus / Keine näheren Informationen zur Todesursache

Inder stirbt in Asylunterkunft

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In der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Stendal wurde gestern Mittag ein 46-jähriger Inder tot in seiner Wohnung gefunden. Seine Leiche lag dort offenbar schon mehrere Tage. Die Polizei schließt aus, dass der Mann getötet wurde.

Stendal. In der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber am Möringer Weg in Stendal ist ein 46-jähriger Inder zu Tode gekommen. Über die näheren Umstände wurde gestern nichts bekannt.

Nur so viel: „Eine strafbare Handlung kann ausgeschlossen werden“, informierte die Polizeidirektion Nord Magdeburg.

Der tote Mann war gestern um 11.30 Uhr in seiner Wohnung von Mitarbeitern der Unterkunft gefunden worden. Dort lag er offenbar schon mehrere Tage. Der Inder war seit mehreren Tagen nicht mehr von Anwohnern gesehen worden. Deshalb öffneten Mitarbeiter der Gemeinschaftsunterkunft gestern seine Wohnungstür.

„Weiterführende Untersuchungen müssen nun die genaue Todesursache aufklären“, so Marc Becher, Sprecher der Polizeidirektion Nord. Eine erste kriminalpolizeiliche Untersuchung vor Ort unter Hinzuziehung eines Rechtsmediziners habe ergeben, dass der Mann nicht getötet wurde. Ob es Suizid war oder welche anderen Umstände zu seinem Tod geführt haben, dazu machte die Polizei keine weiteren Angaben.

Der 46-Jährige lebte bereits seit 1998 in der Gemeinschaftsunterkunft in Stendal. Nach Angaben des Landkreises lebte er gemeinsam mit sechs weiteren Männern, ebenfalls indischer Abstammung, in der Wohnung. Die Mitbewohner hätten sich aber „zum besagten Zeitpunkt nicht in der Wohnung aufgehalten“, so die Pressesprecherin des Landkreises, Angela Vogel.

Von Ulrike Meineke

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