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Maskenpflichtende: Landkreis und Stadt Stendal bestehen weiter auf Coronaschutz

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Von: Tobias Henke

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Am Fuße des Rolands liegt symbolisch eine Maske
Eine Maske zu Füßen der Rolandstatue: Gaststätten und Einzelhändler dürfen künftig alleine entscheiden, ob ihre Kunden Mund und Nase bedecken sollen oder nicht. © Henke

Mit dem April gilt die Maskenpflicht in Innenräumen nicht mehr, obwohl die bundesweite 7-Tage-Inzidenz derzeit bei 1424 liegt. Unternehmen oder Behörden können allerdings über das Hausrecht weiterhin auf die Maskenpflicht pochen. In Stendal wird dies von den jeweiligen Entscheidungsträgern recht unterschiedlich gehandhabt.


Stendal - „Viele freuen sich ja, dass die Maskenpflicht jetzt nicht mehr gilt. Bei uns müssen die Kunden und Mitarbeiter keine Maske mehr tragen“, sagt Ines Luttkus, die beim Edeka Dorbritz am Schadewachten arbeitet. Kunden und Mitarbeitern ist es somit freigestellt, ob sie weiterhin eine Maske tragen wollen. Luttkus geht davon aus, dass Kunden und Mitarbeiter verantwortungsvoll mit dem Wegfall der Maskenpflicht umgehen.

Für Kunden gilt dies auch beim Frisör Klier im AltmarkForum in Stadtsee. „Sie müssen keine Masken tragen. Für uns Mitarbeiter gilt die Maskenpflicht und die 3 G-Regel weiterhin“, ist von Mitarbeiterin Saskia Orlemünde zu erfahren.

Strikter als die genannten Unternehmen gehen der Landkreis und die Stadt Stendal mit der Möglichkeit um, auf die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes zu verzichten. „In den Gebäuden und Einrichtungen der Hansestadt Stendal besteht weiterhin die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Besucher und auch die Beschäftigten. Dies geschieht, um unsere Beschäftigten zu schützen und erfolgt aufgrund unseres Hausrechts“, antwortet Stadtsprecherin Susanne Hellmuth auf einer Anfrage der AZ. Ähnlich äußert sich auch der Landkreis Stendal. Auch in dessen Verwaltungsgebäuden gilt weiterhin die Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes. „Wir werden die Lage wöchentlich beobachten. Zurzeit sind die Zahlen ja sehr hoch, sagt Landkreissprecherin Sinah Wiesner mit Blick auf die Inzidenz von 1766 im Landkreis Stendal.

Die Neuregelung des bundesweit geltenden Infektionsschutzgesetzes, die seit April gilt, erlaubt nur noch dann strengere Coronamaßnahmen, wenn sich eine Region zum Hotspot erklärt. Einige Bundesländer kritisierten die Regelungen als zu unbestimmt. Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern dagegen erklären jeweils das gesamte Bundesland zum Hotspot, um schärfere Regeln beizubehalten. Sachsen-Anhalt hat wie die anderen Bundesländer auf diesen Schritt verzichtet.

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