Wischedorf plant Umbau der Sekundarschule / Kooperation mit Landwirten

Iden hofft auf Fördergeld: „Wir haben starke Partner“

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Rainer Pempel kämpft für die Zukunft seiner einstigen Wirkungsstätte. Der Fördervereinsvorsitzende setzt auf eine Grundschule mit landwirtschaftlichem Schwerpunkt in Iden.

Iden. „Das regional begrenzte Kirchturmdenken muss durch eine kompetente Arbeitsgruppe ersetzt werden“, kämpft Rainer Pempel für eine Zukunft seiner einstigen Wirkungsstätte.

Seit nun schon zehn Jahren lernt kein Wischekind mehr in Idens ehemaliger Sekundarschule, die 1983 eröffnet wurde und einstmals den Namen des in Busch geborenen Spanienkämpfers Franz Zielasko trug.

Als Sachsen-Anhalts Finanzminister mit Fachleuten der Investitionsbank vor Kurzem in der Landeshauptstadt die Möglichkeiten des 500 Millionen Euro umfassenden Investitionstopfs „STARK III“ für Schulen und Kindertagesstätten bis zum Jahr 2020 vorstellte, seien Pempel als Vorsitzender des Fördervereins der Grundschule Iden und der Verbandsgemeindebürgermeister von Seehausen, Robert Reck, unter 260 Gästen aus Verwaltungen, Schulen, Kitas, Vereinen, Verbänden und Planungsbüros „die einzigen Vertreter der nördlichen Region“ gewesen, schimpft Pempel. Schuld sei, dass Arneburg-Goldbecks Verbandsgemeindebürgermeister Eike Trumpf, die Einladung nach Magdeburg „vorenthalten“ habe.

Dabei drängt die Zeit. Bereits bis Ende September müssten die Landkreise ihren Bedarf für Geld aus dem Förderprogramm anmelden. Erste Mittel sollen ab dem zweiten Halbjahr 2015 fließen, erfuhr der Idener auf dem Treffen. Dabei habe die energetische Sanierung von Bestandsbauten, wie die Ex-Sekundarschule in Iden, nach den Kriterien der Energiesparverordnung oberste Priorität. Zudem muss der Demografie-Check bestanden werden, wofür die jeweiligen Standorte genügend Kinder für 15 Jahre vorweisen müssten. Das Bildungskonzept „Ökologie, Energie, Landwirtschaft: ein Kreislauf der Natur“ habe in Magdeburg jedenfalls „starken Anklang gefunden“, berichtet Pempel der AZ. Seit September sei die Vorplanung für den Umbau fertig, am Objekt samt Turnhalle und weitläufigen Pausenhof unter imposanten Bäumen herrsche Baufreiheit. Zudem biete das dreistöckige Gebäude reichlich Platz für den Hort.

Von Antje Mahrhold

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