„Pia“ bricht sich an Stendals Stadtseeallee zahlreiche Knochen

War es Absicht? Hund stürzt aus Hochhaus

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Melanie Stepanek kümmert sich liebevoll um „Pia“. Die Hündin war aus einem Elfgeschosser in die Tiefe gestürz.

pm/mei Stendal. Eine junge Jack-Russell-Hündin hat einen Sturz aus einem Elfgeschosser in Stendal überlebt. „Pia“ wurde operiert, jetzt kuriert sie sich im Stendaler Tierheim aus.

Ihren Namen erhielt die Hündin von den Tierheim-Mitarbeitern. Denn wie das erst wenige Monate alte Tier wirklich heißt, ist unbekannt. „Pia“ war von einer Mitarbeiterin einer Pflegestation an der Stendaler Stadtseeallee gefunden worden, als sie winselnd auf dem Rasen vor einem Elfgeschosser lag. Sie war aus einem oberen Stockwerk in die Tiefe gestürzt. Auszuschließen ist auch nicht, dass „Pia“ absichtlich aus dem Fenster oder vom Balkon gestoßen wurde. Denn ihr Besitzer hat sich bis heute nicht gemeldet.

Die Pflegestation-Mitarbeiterin kümmerte sich sofort um den schwerverletzten Vierbeiner. Nach Rücksprache mit dem Tierheim in Stendal-Borstel wurde „Pia“ in der Tierklinik vorgestellt. Dort erfolgte die Erstversorgung, aber die nötige Operation war in der Rolandstadt nicht möglich. Die Hündin hatte sich komplizierte Brüche ihrer Gliedmaßen zugezogen. So wurde „Pia“ nach Braunschweig in eine Tierklinik gebracht und dort operiert.

Jetzt erholt sich „Pia“ im Stendaler Tierheim von der Operation. Liebevoll schaut sie immer wieder zu ihrer Pflegerin Melanie Stepanek auf, die sie mit Streicheleinheiten verwöhnt.

Die Hündin liegt auf einer mollig-flauschigen Decke. „Etwa sechs Wochen muss unsere Patientin ruhig liegen“, erklärt Melanie Stepanek. Für das Tierheim bedeutet das, dass die Mitarbeiter die Pflege auch nach der regulären Arbeitszeit sicherstellen müssen. Und auch der Kostenfaktor ist nicht unerheblich: Zusätzlich zu den 1400 Euro für die Operation fallen Kosten für die Nachbehandlung an, „was unseren schmalen Etat sehr belastet“, wie Tierheim-Leiterin Antonia Freist betont.

Sie wäre „sehr dankbar“, wenn Tierliebhaber für „Pia“ spenden würden.

Von Ulrike Meineke

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