Hoffnungen übertroffen

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Dr. Lars-Hendrik Schröder (r.) wurde auch von Michael Kleemann begrüßt, der nicht nur Superintendent, sondern auch Polizeiseelsorger ist.

Stendal - Von Thomas Pusch. Mit einer Feierstunde im Musikforum Katharinenkirche wurde der Leitende Oberstaatsanwalt Dr. Lars-Hendrik Schröder gestern in sein Amt eingeführt. Dies bekleidet er bereits seit dem 15. Juni.

Es sei eine gute Tradition, dass Behördenleiter in der Justiz feierlich in ihr Amt eingeführt werden, sagte Justizministerin Angela Kolb. Gestern war im Musikforum Katharinenkirche der große Moment für den Leitenden Oberstaatsanwalt Dr. Lars-Hendrik Schröder gekommen. Zwischen dessen Geburtsstadt Stade und seinem neuen Wirkungsort Stendal zog sie verschiedene Parallelen. So seien beide Städte bedeutende Mitglieder der Hanse gewesen. Daher dürfte er sich schnell eingelebt haben. „Vielleicht vermissen sie höchstens die Seeluft“, so die Ministerin.

Schröder studierte Rechtswissenschaft an der Universität Kiel und promovierte dort nach dem ersten juristischen Staatsexamen mit einer Arbeit zum Vergleich der Strafverfolgung von Polizei und Staatsanwaltschaft. Im September 1997 wurde er zum Richter auf Probe im Bezirk des Oberlandesgerichtes ernannt, sein erster Tätigkeitsort war Halberstadt. Im April 2001 folgte die Ernennung zum Richter am Landgericht Magdeburg, Januar 2006 die Ernennung zum Vorsitzenden Richter. Von Januar 2004 bis August 2005 war er an das Oberlandesgericht Naumburg abgeordnet. Ab Februar 2008 war Schröder im Justizministerium als Referatsleiter tätig. Zu seinen Aufgabenbereichen zählten das Gnadenrecht, strafrechtliche Rehabilitierungen, das Strafvollstreckungsrecht sowie die Strafverfolgung in Strafschutzsachen und politisch oder religiös motivierter Kriminalität.

Darüber hinaus wurde er im März 2008 zum Präsidenten des Landesjustizprüfungsamtes berufen. Schröder freute sich besonders, dass seine Eltern und seine Schwester aus Stade angereist waren. Die neuen Kollegen hätten all seine Hoffnungen und Erwartungen übertroffen, er sei sehr nett in Stendal empfangen worden. Neben ehemaligen Vorgesetzten und Mentoren dankte er auch seiner Frau Melanie.

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