Froh über Ergebnis zur Mastanlage / Gemeinde präferiert Photovoltaik

Hoffen auf Energiepark

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Dieses Bild wird in der Gemeinde Hohenberg-Krusemark, nahe Schwarzholz, nicht zu sehen sein. Das Landesverwaltungsamt stimmte gegen die Mastanlagenpläne.

Schwarzholz. Der Kampf ist erfolgreich für eine Seite ausgegangen. Der Bau einer Hähnchenmastanlage mit rund 460 000 möglichen Tieren bei Schwarzholz wurde vom Landesverwaltungsamt (LVA), wie die AZ berichtete, abgelehnt.

Die Mühe habe sich gelohnt, gibt sich Dorothea Frederking, agrarpolitische Sprecherin und Landtagsabgeordnete der Grünen kämpferisch. Vor allem jenes bürgerliche Engagement der Initiative „Pro Region“, welche über Jahre hinweg gegen das Vorhaben der Firma Inno Agrar mit rund 150 Einwendungen vorging, lobt die Politikerin. Und weiter: „Das Aus für die Megamastanlage ist ein Sieg für die Menschen vor Ort, für die Tiere, die hier nun nicht ihr jämmerliches Dasein fristen müssen und für die Umwelt der Region. Die natürliche Eigenart der Landschaft bleibt erhalten.“

Und auch andere Kollegen sind froh über das Ergebnis. „Ich habe das Ergebnis nicht erwartet“, sagte Hohenberg-Krusemarks Bürgermeister Dirk Kautz (SPD) der AZ. Er hoffte jedoch. Gerade weil die Bürger von Schwarzholz so dicht neben der Fläche mit einer solchen Anlage hätten leben müssen. „Da mussten und wollten wir uns einfach als Gemeinde solidarisch zeigen“, stellte Kautz klar.

„Die Bevölkerung hat die Anlage nicht gewollt. Somit ist es ein positives Ergebnis, mit dem wir alle in der Region leben können“, sagte Verbandsgemeindebürgermeister Eike Trumpf (CDU) auf AZ-Nachfrage. Und auch Parteikollege und Landrat Carsten Wulfänger kommentierte: „Ich bin auch weiterhin gegen die Anlage.“ Die Hohenberg-Krusemarker Gemeinde mit Bürgermeister Dirk Kautz würde auf der Fläche gern den Flächennutzungsplan erfüllt sehen. Ob es – wie erhofft – zum Bau von Photovoltaikanlagen kommt, liege jedoch beim Grundstückseigentümer.

Von Alexander Postolache

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