Deutsche Band soll es am Roland reißen / Sieben Großveranstaltungen 2016 / Landestag im Blick

Ein Hörsturz: Kein Star für Stendal

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Einige mögen ihre Glanzzeit hinter sich haben, doch für viele bleiben sie Stars: Chris Norman, Bonnie Tyler, Heinz Rudolf Kunze, Klaus Eberhartinger (EAV). Diese und andere namhafte Künstler standen auf Stendals Bühne. Was die Stadt für 2016 aus der Tasche zieht, bleibt abzuwarten.

Stendal. Den einen großen Star wird es wie schon im vergangenen Jahr auch 2016 nicht geben. Die Zeiten, in denen Chris Norman, Bonnie Tyler, Heinz Rudolf Kunze, Erste Allgemeine Verunsicherung oder ähnliche Kaliber in Stendal auf der Bühne standen, sollen vorbei sein.

„Das Rolandfest ist ein Fest für alle. Energie und Ressourcen in einen Star zu stecken, ist deshalb schwierig“, findet Nicole Laupsien. Das Konzept sei schon 2015 aufgegangen. „Rock Classic Allstars“ habe das Publikum zahlreich angezogen und begeistert. „Und jeder konnte an irgendeiner Stelle mitsingen, toll“, erinnert sich die Veranstaltungsmanagerin im AZ-Gespräch.

Wer die Hauptakteure 2016 sind, darf die 35-Jährige noch nicht verraten. Nur so viel: „Dieses Mal wird es deutsch. Und: Es handelt sich um eine Gruppe.“ Das 49. Rolandfest findet vom 3. bis. 5. Juni statt. Das traditionsreiche Stelldichein beschäftigt Laupsien und Kollegen schon seit Monaten. „Ist ein Fest vorbei, denken wir schon an das nächste. Alles will gut vorbereitet sein.“ Die Sachgebietsleiterin für Veranstaltungsmanagement und Tourismus schaut dieses Mal allerdings leicht nervös auf den Marktplatz. „Hoffentlich sind die Archäologen rechtzeitig fertig.“ Dort soll die Hauptbühne stehen. „Eigentlich ist alles abgesprochen, doch man weiß ja nicht, was sie alles so Wichtiges im Boden finden.“

Soll das Geheimnis um die Hauptband des Stendaler Rolandfestes auch erst im Mai gelüftet werden, kann Laupsien schon offen über die restlichen Pläne reden. „Garten und Ambiente“ heißt es am 30. April von 10 bis 18 Uhr. Zu diesem „neuen, zarten Pflänzchen“ im Veranstaltungskalender der Hansestadt wird 2016 ein kleiner Biergarten auf dem Winckelmannplatz gehören. Verbunden mit dem Ramelow-Citylauf sei dieser Sonnabend im Jahr ein immer stärkerer Magnet. Während die Stendaler Kulturnacht bereits ihren festen Platz im Kalender hat und diesmal am 21. Mai stattfindet, müssen sich die Stendaler Lichttage noch etablieren.

Die zweite Auflage der Lichttage ist für den 20. bis 23. Oktober geplant. Nach der Premiere im vergangenen Jahr, die von vielen Seiten als erfolgreich bewertet wurde, wollen Kaschade-Stiftung und Stadt nachlegen. Wie bereits berichtet, soll das Ganze 2016 zeitlich und räumlich gestrafft werden. Organisatoren, Partner und Künstler konzentrieren sich auf den Bereich Tangermünder Tor, Altmärkisches Museum und Alstom-Werke. „Eine solche alljährliche Veranstaltung könnte sich zu einem Touristenmagneten entwickeln. Doch das braucht seine Zeit und Geduld“, weiß Laupsien. [...]

Von Marco Hertzfeld

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