Verwaltung überprüft Bäume im Stadtgebiet auf ihre Verkehrssicherheit

101 hölzerne Riesen müssen weg

  • VonCharlotta Spöring
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cha Stendal. Bäume bieten nicht nur den idealen Lebensraum für vielerlei tierische Genossen wie Vögel, Eichhörnchen und zahlreiche Insektenarten.

Sie sorgen dafür, dass wir besser atmen können, binden Kohlendioxid aus der Luft und wirken zudem dem Treibhauseffekt entgegen.

„Stendal ist eine grüne Stadt mit einem großen Bestand an Alt- und Jungbäumen“, heißt es im Baumbestandsbericht der Stadtverwaltung. Um Sicherheit zu gewährleisten, erfolgen regelmäßige Baumkontrollen. Dann werden die hölzernen Riesen auf ihre Vitalität, ihren Gesundheitszustand, untersucht. Im Vordergrund steht dabei die Verkehrssicherheit. Mit zunehmendem Alter treten an bislang unbeschädigten Bäumen häufig biologisch bedingte Schäden auf. Ragt also ein morscher Ast über eine befahrene Straße oder droht ein hundertjähriger Baum beim nächsten Windstoß umzukippen, muss schnell gehandelt werden. In diesen Fällen hilft nur noch der Griff zur Kettensäge, damit weder Personen noch Gegenstände oder Gebäude zu Schaden kommen. Neben Pilzbefall trägt auch die Klimaveränderung zum Baumsterben bei. Die Stadtbäume müssen sowohl Hitze als auch Spätfrost tolerieren. Auch Abgase beeinflussen die Gesundheit der Holzpflanzen.

Rund 21.000 Bäume zählt die Hansestadt Stendal zu ihrem Bestand, wovon etwa 5000 in den Ortschaften stehen. Nun werden – oder wurden zum Teil auch schon – 101 Bäume aus dem öffentlichen Bestand gefällt, 80 von ihnen aus Gründen der Verkehrssicherung. Zum Ausgleich werden im Gebiet der Hansestadt 125 junge Bäume gepflanzt.

Die Ausgleichspflanzungen erfolgen nicht immer am Ort der Fällung. Manchmal ist der Standort zu eng oder die Konkurrenz durch Nachbarbäume zu groß. Der Ersatz für vier zu fällende Bäume im Schadewachten erfolgt beispielsweise im Zuge des geplanten Straßenausbaus im Jahr 2019, wenn eine neue Allee gepflanzt werden soll.

Rubriklistenbild: © dpa

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