Kein Finanzengpass bei Umsetzung des Konzeptes

Hochwasserschutzkonzept 2020 für Sachsen-Anhalt: Deichbau gesichert

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Als eines der größten Projekte für den Hochwasserschutz wurde im vergangenen Jahr der neue Deich bei Fischbeck fertig.

Magdeburg – Das Hochwasserschutzkonzept 2020 werde in Sachsen-Anhalt planmäßig umgesetzt. Es beinhaltet, dass alle Deiche im Land auf einen DIN-gerechten Stand gebracht werden. Dieses Ziel werde „grundsätzlich“ erreicht.

Bei einigen Projekten würden begonnene Arbeiten sicherlich erst nach diesem Termin beendet, sagte Umweltministerin Claudia Dalbert (Bündnis 90 / Die Grünen) auf Nachfrage der Altmark-Zeitung. Die Finanzierung des Deichbauprogramms sei gesichert, betonte sie.

Das Thema spielt auch in der am Dienstag vom Kabinett fortgeschriebenen „Strategie zur Anpassung an den Klimawandel“ eine Rolle. Mit der Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie würden verschiedene Schutz- und Vorsorgemaßnahmen umgesetzt, so Dalbert. Dazu gehörten zum Beispiel die Erstellung von Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten oder die Erhaltung, Rückgewinnung und Schaffung von Retentionsräumen (Gebiete, in die das Wasser planmäßig geleitet werden kann) durch Deichrückverlegungen und Polder.

Hierzu setze das Land das Programm „Mehr Raum für unsere Flüsse“ um. Genau 27 Flächen an Elbe, Saale und Weißer Elster wurden für solche Polder auserkoren. Aus der Altmark sind acht potenzielle Projekte, unter anderem in der Tangerniederung, dabei. Insgesamt werde das Land von 2002 bis 2020 knapp 1,4 Milliarden Euro in den Hochwasserschutz investiert haben.

Im Jahr 2010 sei die Anpassungsstrategie von der Landesregierung beschlossen worden. Diese beschreibe die Situation und analysiere unterschiedliche Sektoren, die vom Klimawandel betroffen sind. Es würden Ziele und Maßnahmen in vielen Sektoren definiert, die jeweils der Anpassung an die Folgen des Klimawandels dienen. 2013 wurde die Strategie aktualisiert und 2019 fortgeschrieben.

VON CHRISTIAN WOHLT

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