Mit griffigem Namen

Hochschule passt Studiengang an Bedarf im Hort-Bereich an

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Um einem gestiegenen Bedarf in der Ausbildung für Hortkinder zu entsprechen, wird sich der Studiengang „Kita-Leitung“ nun verstärkt mit dem Thema befassen.

Stendal. Die Hochschule Magdeburg / Stendal krempelt einen Studiengang um. Der Grund ist ein gesteigerter Bedarf an der Ausbildung für die Betreuung von Hort-Kindern. Damit einher geht auch eine Änderung des Namens.

Der Studiengang namens „Bildung, Erziehung und Betreuung im Kindesalter – Leitung von Kindertageseinrichtungen“ soll einen – zumindest etwas – handlicheren Namen bekommen: „Leitung von Kindertageseinrichtungen – Kindheitspädagogik“ heißt der berufsbegleitende Studiengang nun. Vor allem ändern sich aber zwei weitere Punkte: Die Zulassungsvoraussetzungen und die Schwerpunkte der Ausbildung.

„Es wird mehr Inhalte für den Bereich des Hortes und der Ganztagsschulen geben“, erklärt Hertha Schnurrer, die wissenschaftliche Koordinatorin der kindheitspädagogischen Studiengänge, „damit passen wir uns dem Bedarf an.“ In den vergangenen Jahren habe sich eine wachsende Nachfrage im Hortbereich gezeigt. Diese Entwicklung sei bei der Einrichtung des Studienganges noch nicht präsent gewesen.

Die zweite Änderung betrifft die Zugangsvoraussetzungen. Bisher wurde von den angehenden Studierenden gefordert, dass sie bereits zwei Jahre im Bereich der Pädagogik gearbeitet haben.

Das soll auf 18 Monate verkürzt werden. Denn die duale Ausbildung und die Hochschulsemester sind zeitlich versetzt – während das schulische Ausbildungsjahr in der Jahresmitte beginnt und endet, startet das Hochschulsemester im Frühjahr. Frisch ausgebildete Erzieher müssten also ein knappes Jahr warten, bevor sie zur Hochschule können.

Noch einen halben Monat haben Interessenten für den berufsbegleitenden Studiengang Zeit, sich anzumelden. Am 16. Januar läuft die Bewerbungsfrist aus. Wenn es dann mehr Bewerber als die 30 Studienplätze gibt, gibt es ein Auswahlverfahren. Die Professorin Annette Schmitt freut sich dabei auf eine oft bunte Truppe: Es kommen nicht nur ganz junge Erzieherinnen, sondern auch langjährig erfahrene Fachkräfte. „Wir erleben es oft, dass sich auch 40-Jährige auf dieses Abenteuer einlassen. Sie bereichern das Klima in der Gruppe“, sagt Schmitt.

Der Studiengang ist in seiner jetzigen Form frisch akkreditiert worden bis in das Jahr 2021. Weitere Infos zum Studium gibt es auf der Internet-Seite der Hochschule.

Von Kai Hasse

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