Bäume und Sträucher am Burgberg beseitigt

Arneburg: Historischer Eckpfeiler braucht viel Pflege

Ein bisschen wie „rasiert“ wirkt der einstige strategische Eckpfeiler Arneburgs neben der Zufahrt zur Elbfähre.
+
Ein bisschen wie „rasiert“ wirkt der einstige strategische Eckpfeiler Arneburgs neben der Zufahrt zur Elbfähre. 

tje Arneburg. Flatterband und Absperrnetze zeugen am Treppenaufgang zum markanten Punkt der Elbestadt vom fleißigen Einsatz zuständiger Burgberg-Pflegekräfte:

Am nördlichen Ende der einstigen Trutzburg gegen die Slawen wurde eine Reihe von Bäumen gefällt und diverses Busch- und Strauchwerk gerodet, sodass sich dort ein fast wie „rasiert“ anmutender Anblick bietet.

Für den Erhalt des Burgbergs, der vor mehr als 1.000 Jahren strategischer Eckpfeiler auf der Landkarte des ersten deutschen Staates war, sind immer wieder verschiedenste Fachleute gefragt. So waren zuletzt auch speziell ausgebildete Seilkletterer aktiv, um Geröll und Steine wegzuräumen, weil diese drohten, vom Hang des etwa 35 Meter hohen Bergs herabzustürzen (AZ berichtete).

Der Steilhang hatte sich einst direkt an der Grenze zum feindlichen Wendenland befunden, wo er im Zusammenspiel mit der zu seinen Füßen fließenden Elbe Volk und Rittertum beschützt hat. Anno 925 ließ Heinrich I. eine ottonische Reichsburg errichten. Kaiser Otto III. und auch Heinrich II. erfreuten sich auf der Arneburg am Weitblick über die Elblandschaft. Die Burg war im 15. Jahrhundert Familiensitz des brandenburgischen Kurfürsten Johann Cicero von Hohenzollern. Als 1767 ein schreckliches Feuer die Stadt und die um 1200 erbaute Kirche weitgehend vernichteten, wurden Steine der Burgruine für den Wiederaufbau genutzt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare