Herzhaftes mundet bundesweit

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Firmenchef Alfred Viehmann (blaue Haube) erklärte den Mitgliedern des Kreis-Wirtschaftsförderungsausschusses den Produktionsablauf. 450 Schweinehälften pro Tag werden fünfmal in der Woche zum Verarbeiten geliefert.

STENDAL. Die vielen Auszeichnungen beweisen: Die Altmärker Fleisch- und Wurstwaren GmbH gehört zur Qualitäts-Elite in der Ernährungswirtschaft. Im modernen Gebäudekomplex in Stendal trafen sich die Mitglieder des kreislichen Wirtschaftsförderungsausschusses, um sich über die Produktion direkt vor Ort zu informieren. Von Berit Boetzer

Das Unternehmen gibt 450 Menschen Arbeit, 180 Mitarbeiter sind es direkt in Stendal, der Rest ist in den 65 Filialen beschäftigt. Nicht nur Sachsen-Anhalter lassen sich die preisgekrönte Wurst schmecken. Herzhaftes aus der Rolandstadt ist ebenso in Filialen in Berlin, Brandenburg oder Niedersachsen erhältlich. Die Familie Viehmann hält die Firmen-Zügel in ihren Händen. Seit 1881 dauert die Familientradition im Fleischerhandwerk an. Alfred Viehmann und Sohn Jörg betrieben einen Fleischfachbetrieb in Bückingen/Minden. „Doch meinem Sohn war es zu klein“, so Viehmann und sie übernahmen 1993 den städtischen Schlachthof Stendal. Dazu auch 150 Mitarbeiter aus dem Ex-VEB. Bisher, schätzte Viehmann, seien weit über 20 Millionen Euro investiert worden. „Wir müssen jährlich investieren, sonst gehts nicht weiter“, betonte der Chef. Gleich zwei Firmen sind unter einem Dach: Altmärker Fleisch- und Wurstwaren sowie Erlander. Altmärker kümmert sich um Produktion und Filialen. Erlander agiert bundesweit im Großhandel. Mehr als 120 Produkte werden in Stendal hergestellt. 450 Schweinehälften werden pro Tag und das fünfmal in der Woche zum Verarbeiten geliefert, dazu noch Rindfleisch und Geflügel. Insgesamt werden 100 Tonnen in der Woche verarbeitet. Viehmann verwies auf die Warenrückverfolgung für Produkte und Zutaten. Anhand der Kennzeichnung könne praktisch nachvollzogen werden, in welchem Stall das Tier aufgewachsen ist. „Sie sind eine hervorragende Firma“, lobte nach dem Betriebsrundgang Amtstierarzt Dr. Thoralf Schaffer. Und: „Wir haben keine Probleme mit ihnen, herzlichen Glückwunsch“.

Doch auch dieses Unternehmen muss sich Gedanken machen und zwar bezüglich der Ausbildungsstellen. Derzeit gebe es 32 Berufsanfänger, doch die Zahl sei rückläufig. Zum einen werden die potenziellen Lehrlinge aus demografischer Sicht deutlich weniger, zum anderen sei bei vielen einfach nicht die ausreichende Qualifikation vorhanden.

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