Terrorgefahr: Gewerkschaft fordert bessere Ausrüstung für Polizei

Mit Helm und Schussweste

Bundeswehrerprobt ist die Waffe „MP 7“. Bundeskanzlerin Angela Merkel nahm sie einst in Afghanistan in Augenschein. Foto: dpa
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Bundeswehrerprobt ist die Waffe „MP 7“. Bundeskanzlerin Angela Merkel nahm sie einst in Afghanistan in Augenschein.
  • VonAlexander Klos
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Magdeburg / Stendal. Kein Kommentar kommt aus dem Stendaler Polizeirevier, geht es um eine Forderung, die der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft in Sachsen-Anhalt, Wolfgang Ladebeck publik machte.

In dieser fordert er in Zeiten einer stetigen Terrorgefahr im Allgemeinen eine bessere Ausstattung.

Im Speziellen sollen schnellstmöglich in jedem Streifenwagen schusssichere Helme und vor allem Schutzwesten, die auch dem Beschuss einer Kalaschnikow (AK – 47) standhalten, vorgehalten werden. Ladebeck weiter: „Was nützt es, wenn der Innenminister Holger Stahlknecht ständig vom Antiterrorpaket redet, aber bei den Polizistinnen und Polizisten vor Ort immer noch kein besserer Schutz angekommen ist. Wer den Kopf hinhält, muss auch am Kopf und Körper geschützt sein, an finanziellen Mitteln für den Schutz der Kolleginnen und Kollegen darf nicht gespart werden.“ Es seien die Beamten aus den Revieren, die als erste Einsatzkräfte in möglichen Anschlagsfällen am Tatort einträfen. Dort könnten diese dann mit Gegnern konfrontiert werden, die „mit Kriegswaffen und Sprengmitteln“ agierten. Bis Spezialkräfte kämen, können Stunden vergehen, die die Streifenbeamten mit ihren Mitteln überstehen müssten.

Dazu zählt auch die Verteidigung mit der Waffe. Die Standard-Maschinenpistole der Polizei, die MP5, sei in ihrer Durchschlagskraft nicht ausreichend, wenn eventuelle Gegner mit entsprechenden Schutzwesten ausgestattet sind. „Hier muss mit Augenmaß ,Waffengleichheit’ hergestellt werden. Eine Möglichkeit der Beschaffung einer Langwaffe wäre aus unserer Sicht die MP7“, so Ladebeck weiter. Er fordert zudem an den Standorten der Polizeidirektionen in Magdeburg, Halle und Dessau das Vorhalten sondergeschützter Fahrzeuge.

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