Ludwig Reinig nicht mehr Vorsitzender des einstigen Stendaler Kultur- und Heimatvereins

Heimatverein benennt sich neu

Dörthe Hesse (vorne M.) als Führerin der mitgliederstärksten Gruppe leitet den neu benannten Stendaler Heimat- und Wanderverein, der den 1991 gegründeten Kultur- und Heimatverein ablöst.

Stendal. Der demografische Wandel macht auch vor dem bisherigen rolandstädtischen Dachverband „Stendaler Kultur- und Heimatverein“ nicht Halt. Die 48 Mitglieder firmieren nun unter neuem Namen, mit nur noch einem Vorstand und einem gemeinsamen Konto.

Zum 2013-Start und zum Wahl-Akt kamen die Damen und Herren im Vereinslokal an der Rieckestraße fast vollzählig zusammen. Vorsitzender Ludwig Reinig resümierte ein ebenso erfolg- wie ereignisreiches Jahr 2012. Vielfältige Aktivitäten gab es etwa bei den Wanderern, den Philatelisten und bei Stadtgeschichtlern. Neben dem umfangreichen Programm der Wandergruppe mit Exkursionen, Ausflugszielen, Vorträgen und geselligen Stunden, verweisen die Briefmarken-Fans auf Tauschabende und das Erkunden geschichtlicher Fakten wie der Veränderung einstiger Poststrukturen. Die Anhänger der Stendal-Historie haben sich auf Stadtführungen und die Mitarbeit im Kirchen-Förderverein konzentriert.

„Dank gebührt den Verantwortlichen, aber auch den Einzelmitgliedern, die für die kontinuierliche und abwechslungsreiche Arbeit gesorgt haben“, meinte Reinig, der auch im Vorstand des Altmärkischen Heimatbundes mitarbeitet. Er hatte den Stendaler Mitgliedern anlässlich der 20-jährigen Festveranstaltung in Anwesenheit des Ministerpräsidenten bescheinigt, dass deren Arbeit anerkannt werde.

Ähnlich wie andere Vereine klagen auch der Stendaler, über Überalterung und Mitgliederschwund. „Viel Augenmerk müssen wir auf das Gewinnenneuer und jüngerer Mitglieder legen,. Dies ist der Wandergruppe schon gelungen“, betonte Reinig. Da in den vergangenen Jahren immer wieder beobachtet wurde, dass die einzelnen Gruppen oft gleichgelagerte Interessen haben, wurde der Vorschlag, Exkursionen und Veranstaltungen künftig gemeinsam zu nutzen, einstimmig angenommen. Höhepunkt des Stendaler Vereinslebens war die Festveranstaltung. Auf ihr hatten sich alle über von der Stadt Stendal und Vertretern des Altmärkischen Heimatbundes entgegengebrachte Wertschätzung gefreut. „Von den fast 150 Mitgliedern zur Gründung im Jahr 1991 sind aktuell noch 48 Mitglieder aus einstmals zehn Arbeitsgruppen, wie den Modellbauern und Kakteenfreunden, aktiv. Deshalb findet der Vorstand, dass es für die drei unterschiedlich starken Gruppen von Wanderern, Philatelisten und Stadtgeschichtlern eine Dachorganisation nicht mehr zeitgemäß ist. Und weil es wegen der immer älter werdenen Mitglieder in der mitgliederstärksten Wanderer-Gruppe inzwischen auch nicht mehr so sehr nur ums Wandern, sondern mehr um das gemeinsame Erleben von Kultur und der Erkundung der Heimat geht, schlägt der Vorstand vor, aus dem Dachverein ,Stendaler Kultur- und Heimatverein’ einen Verein ohne selbständige Gruppen, nur mit einem Vorstand und einem Konto zu formieren. Das bedeutet, dass alle Veranstaltungen vom neu formierten Verein für Mitglieder und Interessierte organisiert werden. Daher ist der bisherige Vorstand der Meinung, dass der neue Name ,Stendaler Heimat- und Wanderverein’ zutreffend wäre“, erläuterte der scheidene Vorsitzende Reinig. Er hatte den Posten 17 Jahre inne und dankten allen Mitgliedern und Aktiven.

Nach anschließender Diskussion votierte die Runde einstimmig für den neuen Vereinsnamen. Danach standen einige Satzungsänderungen zur Debatte. Nach der positiven Einschätzung der Vereinsarbeit durch Revisionskommission und Kassenprüferin stand die Neuwahl des Vorstands an.

Weil Dörte Hesse die mitgliederstärkste Wandergruppe erfolgreich leitete, wurde sie einstimmig zur Vorsitzenden gewählt. Ihr zur Seite stehen Ludwig Reinig als Stellvertreter Ingeborg Kegel als Schatzmeisterin, Fred Möhring als Schriftführer und Hiltraud Sitka als Beisitzerin.

Von Klaus Pohlmann

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