Steigerung um 118 Prozent in sechs Jahren

Hautkrebs nimmt drastisch zu

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Direkte Sonneneinstrahlung (UV-Licht) fördert hellen Hautkrebs. Präventives Verhalten ist der beste Schutz.

mei Stendal. Immer mehr Menschen haben Hautkrebs, schlägt die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) Alarm. Eine Analyse habe ergeben, dass sich die Zahl zwischen 2006 und 2014 mehr als verdoppelt hat (plus 118 Prozent).

Der sogenannte helle oder weiße Hautkrebs sei weniger aggressiv als der schwarze und nur in seltenen Fällen tödlich, trete aber wesentlich häufiger auf. Im genannten Zeitraum hat sich die Zahl der Betroffenen um 133 Prozent gesteigert, beim schwarzen Hautkrebs um 87 Prozent.

Der helle Hautkrebs wird vor allem durch UV-Licht verursacht, bildet sich daher oft im Gesicht und tritt vor allem bei älteren Menschen auf. Insgesamt wurden 29 721 Versicherte der KKH im Jahr 2014 wegen des hellen Hautkrebses fachmedizinisch betreut, über die Hälfte waren Frauen.

„Menschen, die sich im Freien aufhalten oder arbeiten, haben ein doppelt so großes Hautkrebsrisiko“, sagt Christian Riemschneider von der KKH Stendal. „Je heller der Hauttyp, desto kürzer sollte der ungeschützte Aufenthalt in der Sonne sein.“ Präventives Verhalten sei der beste Schutz vor Hautkrebs: Neben dem Eincremen mit Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor seien atmungsaktive, UV-dichte Kleidung wie lange Hemden, Hosen, Jacken sowie Kopfbedeckungen mit Nackenschutz gute Maßnahmen der Vorbeugung.

Bei Hautkrebst bestehen gute Möglichkeiten, ihn frühzeitig zu entdecken, denn schon kleine Veränderungen der Haut sind mit bloßem Auge zu erkennen. „Hautkrebs entwickelt sich oft über Jahre. Entscheidend für den Therapieerfolg ist, den Krebs im Frühstadium zu erkennen und rechtzeitig zu behandeln“, so Riemschneider.

Weil der Zusammenhang zwischen Sonneneinstrahlung und hellem Hautkrebs wissenschaftlich belegt ist, wurden zum 1. Januar 2015 bestimmte Hautkrebsformen in die Liste der Berufskrankheiten aufgenommen. Betroffene haben damit Anspruch auf mehr medizinische Leistungen.

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