Feuerwehrfahrzeug kommt voraussichtlich 2021

Hansestadt Stendal: „Wir brauchen dieses TLF“

Der Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr Stendal wird Zuwachs erhalten.
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Der Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr Stendal wird Zuwachs erhalten.

Stendal – Im Eingangsbereich der Freiwilligen Feuerwehr Stendal sind in Vitrinen ein paar veraltete Ausrüstungsgegenstände, die für heutige Einsätze nicht mehr benutzt werden.

Darunter auch ein lederner Löscheimer und ein Feuerwehrhelm, der mit seinem Pickel an das Kaiserreich erinnert.

Obwohl das derzeitige TLF (Tanklöschfahrzeug) seine Grenznutzungsdauer von 25 Jahren erreicht hat und deshalb ein neues Fahrzeug angeschafft wird, ist es damit nicht automatisch ein Museumsstück. Die Grenznutzungsdauer ist eher mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum zu vergleichen. Wenn der Joghurt im Kühlschrank abgelaufen ist, ist er nicht automatisch schlecht. Aber darauf verlassen, dass er am Folgetag noch genießbar ist, kann man sich nicht. Deshalb sei es richtig, dass sich jetzt um die Neubeschaffung gekümmert werde, erklärt Stadtwehrleiter Martin Jurga auf AZ-Nachfrage. „Wir brauchen dieses TLF. “.

Während einige Details noch nicht feststehen, gibt es dennoch einen Fahrplan, auf den sich die Feuerwehrleute einstellen können. Ebenso wie das alte wird das neue Fahrzeug ein Tanklöschfahrzeug sein. Allerdings vom neueren Typ TLF 3000 und als Besonderheit mit einer Staffelkabine ausgestattet, die insgesamt sechs Feuerwehrleute, inklusive Fahrer, transportieren kann. Typischerweise werden TLFs mit Truppkabine, für zwei Personen plus Fahrer, gebaut. Das Gewicht des neuen Fahrzeugs steht noch nicht fest, da noch einige Abwägungen erforderlich sind.

„Wir haben erst mal die maximale Löschmittelmenge angegeben“, erklärt Jurga. Das entspräche einem Tank mit 4000 Liter Wasser. Jedoch sollen auch verschiedene zusätzliche Ausrüstungsgegenstände auf dem Fahrzeug Platz finden. Neben der Standardbeladung des TLF sollen so unter anderem noch ein externer Stromerzeuger, um beispielsweise Werkzeuge zu betreiben, und ein Gaswarngerät Platz finden. Dass deswegen der Tank auf 3000 oder 3500 Liter verkleinert werden müsse, sei möglich, stehe aber noch nicht fest. Die Zusatzbeladungsmodule seine auf die örtlichen Bedürfnisse angepasst, erklärt Jurga.

Bilder vom neuen Fahrzeug gibt es aus diesen Gründen noch nicht. Das berichtet auch die ausführende Firma. Es stehe kein geeignetes Bildmaterial zur Verfügung, „da dieser Fahrzeugtyp in der vom Kunden Stendal gewünschten Ausführung erstmals gebaut wird“, erklärt Ursula Mayer vom Marketing der Ulmer Firma Magirus.

Fest stehe jedoch, dass das neue Fahrzeug für die Einsatzkräfte mehr Komfort und Sicherheit im Einsatz bedeute. Eine Umfeld- und Geräte-raumbeleuchtung auf LED-Basis sorgt dafür, dass auch in der Dunkelheit zügig gearbeitet werden könne. Das sei nicht nur für die Feuerwehrleute ein Vorteil, sondern auch für die, die im Notfall deren Hilfe benötigen. VON STEFAN HARTMANN

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