Gefahrengebiet Uchte: Zehnköpfige Truppe soll bei den Kollegen des Brandschutzes Quartier beziehen

Hansestadt stellt eine Wasserwehr auf

Die Wasserwehr der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck ist einsatzbereit. Vor einiger Zeit ging es mit dem nigelnagelneuen Schlauchboot zur Jungfernfahrt hinaus auf die Elbe. Foto: Archiv/tje
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Die Wasserwehr der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck ist einsatzbereit. Vor einiger Zeit ging es mit dem nigelnagelneuen Schlauchboot zur Jungfernfahrt hinaus auf die Elbe.
  • Marco Hertzfeld
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Stendal. Wann die Natur wieder einmal verrückt spielt, weiß niemand, Stendal muss und will sich rüsten. Die Hansestadt bekommt eine Wasserwehr. „Hintergrund ist die von dem Gewässer Uchte ausgehende Überschwemmungsgefahr“, erklärt Klaus Ortmann.

Parallel dazu werde weiter an dem Konzept zum Hochwasserschutz gearbeitet, hierfür seien beim Land Fördermittel beantragt. „Die Kosten für die Errichtung einer Wasserwehr basieren derzeit auf Schätzungen und sind mit 10 000 Euro veranschlagt“, informiert der Stadtsprecher auf Nachfrage der AZ. Mit Arneburg-Goldbeck, Seehausen, Tangermünder und Tangerhütte, die mit der Elbe und Nebenflüssen zu tun haben, gibt es bereits mindestens vier Gemeinden im Landkreis Stendal, die über eine Wasserwehr verfügen.

Die Satzung für Stendals Wasserwehr muss in den nächsten Wochen noch durch die politischen Gremien, vermutlich kaum mehr als eine Formsache. Danach kann es um die personelle Besetzung gehen. „Ein Organisationsplan für die Wasserwehr wird erstellt, ein Wasserwehrleiter, seine Stellvertreter und die weiteren Mitglieder der Wasserwehr werden bestimmt.“ Die Mitglieder der Wasserwehr sind ehrenamtlich tätig. Die Truppe soll im Gebäude der freiwilligen Feuerwehr an der Von-Schill-Straße beheimatet sein. Der Rathaussprecher: „Organisatorisch wird sie jedoch nicht in die Feuerwehr eingegliedert, sondern eigenständig aufgestellt.“

Aller Voraussicht nach geht es zumindest vorerst um zehn Leute, die mit Einsatzkleidung ausgestattet werden. Hinzu kommen Ausgaben für Schulungen und in Abhängigkeit der Aufgaben gegebenenfalls noch für Einsatzmaterial oder Einsatzfahrzeuge. Wasserwehren sollen laut Gesetz im Ernstfall die zuständigen Behörden unterstützen, wenn also Anlagen, Einrichtungen des Hochwasserschutzes oder Überschwemmungsgebiete durch Hochwasser, Eisgang und andere Ereignisse bedroht oder bereits angegriffen sind.

Von Marco Hertzfeld

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Anmerkung der Redaktion: In der ersten Version des Artikels hieß es in der Überschrift "Wasserwacht". Korrekt ist: "Wasserwehr". Wir haben diesen Fehler bereits korrigiert.

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