Landkreis verteilt Willkommensgeschenke an Eltern Neugeborener / Projekt bislang „erfolgreich“

Handtuch und Fächer sehr beliebt

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Um junge Altmärker nicht nur im Leben, sondern auch in der Region willkommen zu heißen, gibt es vom Landkreis seit Dezember 2016 Willkommensgeschenke. Mit einer Quote von rund 75 Prozent zeigt sich die Verwaltung derzeit zufrieden.

Stendal. Ein Buch, ein Kalender, ein Handtuch, ein Notfallfächer, ein Zimmerthermometer und eine DVD – das ist der Inhalt des Willkommensgeschenks des Landkreises für junge Eltern.

Es gehört zum Projekt „Willkommen im Landkreis Stendal“, welches im Dezember 2016 gestartet ist. Es handelt sich um ein Angebot für die Eltern von Neugeborenen. „Aus Sicht des Jugendamtes kann das erste Drittel der Projektlaufzeit als erfolgreich eingeschätzt werden“, teilt der Landkreis mit. Bis auf einige Schwierigkeiten werde das Angebot von den meisten Eltern dankend angenommen.

Für den Zeitraum von August 2016 bis September 2017 wurden dem Kreisjugendamt 612 Geburtenmeldungen von den Standesämtern übermittelt, vornehmlich Stendal. Diese Geburtenmeldungen betreffen ausschließlich unverheiratete Eltern. Hinzu kamen 28 Selbstmeldungen von verheirateten Eltern, die signalisiert haben, das Angebot annehmen zu wollen. „Der Einbezug der Geburten ehelich geborener Kinder konnte derzeit noch nicht zufriedenstellend gelöst werden“, heißt es aus dem Kreisjugendamt. Teilweise wurde dem Elterngeldbescheid ein Flyer beigelegt, was allerdings lediglich als Zwischenlösung funktioniert habe. An weiteren Lösungen werde noch gearbeitet.

Wer vom Jugendamt angeschrieben wurde, erhielt daraufhin ein Schreiben des Willkommensbesuchsdienstes – verbunden mit einem Terminvorschlag für den Hausbesuch. Junge Eltern haben damit auch die Möglichkeit, den Termin abzusagen oder zu verschieben. Von den 640 angeschriebenen Eltern haben 479 Eltern das Angebot angenommen. 39 Familien haben den Willkommensbesuchsdienst direkt schriftlich oder telefonisch abgesagt. Die übrigen 122 Familien habe das Angebot nicht erreicht, weil diese kurz nach der Geburt des Kindes den Wohnort wechselten, wegen eines Krankenhausaufenthaltes oder weil sie schlicht die Tür nicht öffneten. Die Erfolgsquote von rund 75 Prozent veranlasst den Landkreis zu der Annahme, dass „die konzeptionelle Zielgröße von bis zu 94 Prozent mittelfristig“ erreicht werden könne.

Bei den Besuchen, die zwischen 30 und 60 Minuten dauern, seien meistens die Mütter mit ihren Babys anwesend. Väter nehmen eher selten teil. Schwerpunkt wird dabei auf das Elternbuch gelegt. Die anderen Willkommensgeschenke wie das „Altmark-Kind“-Handtuch oder der Babyentwicklungskalender für die ersten 36 Monate würden ebenso wertgeschätzt. Derzeit sind jedoch die Hausbesuche vorübergehend ausgesetzt, da sich die Stelleninhaberin selbst im Mutterschutz befindet. „Voraussichtlich werden nach Abschluss des Stellenbesetzungsverfahrens die Willkommensbesuche ab März 2018 wieder aufgenommen werden können und das Projekt planmäßig fortgeführt“, so der Landkreis. Der Erfolg des Projektes wird heute im Jugendhilfeausschuss im Landratsamt, Hospitalstraße 1-2, ab 17.30 Uhr erörtert.

Von Mike Höpfner

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