Bereits Freiräume für Station „Fachhochschule Stendal“ geschaffen / Projekt kostet 2,2 Millionen

Haltepunkt für 2016 fest eingeplant

+
Bereits im vergangenen Jahr sollte der Haltepunkt „Fachhochschule Stendal“ fertiggestellt sein. Stadtsprecher Klaus Ortmann ist zuversichtlich, dass in diesem Jahr zumindest mit der Planung begonnen werden kann, die Umsetzung folgt 2017.

Stendal. „In diesem Jahr haben wir den Haltepunkt an der Hochschule definitiv auf der Agenda“, sagt Stadtsprecher Klaus Ortmann zum geplanten Bahn-Haltepunkt. „An der Osterburger Straße stehen in Hochschulnähe Garagen.

Dort sind bereits entsprechende Freiräume geschaffen worden.“ Die Haltestation auf der Strecke Stendal-Wittenberge sollte eigentlich schon im Vorjahr fertig sein (AZ berichtete). Die Deutsche Bahn musste das Projekt verschieben.

Aktuell führe die Stadt Gespräche mit der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH. „Es ist auch deren Projekt“, so der Stadtsprecher, „in diesem Jahr soll die Planung abgeschlossen werden. Mit der Umsetzung kann dann 2017 begonnen werden.“ Ein wenig Geduld werden Studenten, Dozenten und alle übrigen Pendler also noch aufbringen müssen. „Aber es sah zeitweise schon so aus, als ob es nix mehr werden würde“, sagt Ortmann. Auch sei der Haltepunkt eher für den Nahverkehr interessant als für den Fernverkehr.

Geplant sind nach Angaben der Bahn zwei Bahnsteige, ein Wegeleit- und ein Informationssystem sowie barrierefreie Zugänge. Der Haltepunkt wird die Bahn rund 2,2 Millionen Euro kosten. „Die Stadt müsste die Auf- und Abgänge machen. Auch ein Parkplatz sowie Fahrradständer fallen in unseren Aufgabenbereich“, berichtet Ortmann.

Das „Bahnhofsprogramm 2014 bis 2018“ sieht für Sachsen-Anhalt die Um- und Ausgestaltung von insgesamt cirka 50 Stationen vor. Dafür wollen Bahn und Land etwa 50 Millionen Euro investieren. Laut Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel geht es bei den Vorhaben darum, gemeinsam mit der Bahn „das Erscheinungsbild der Bahnstationen und die Zugangsqualität zu verbessern und damit Fahrgäste für den Nahverkehr zu gewinnen“. Dazu würden Bahnsteige modernisiert, die Information verbessert und barrierefreie Zugänge geschaffen. In der Verwaltung sieht man dem Projekt überaus positiv entgegen. „Das wird eine schöne Geschichte, wenn der Haltepunkt einmal fertig ist. Aber das ist noch Zukunftsmusik“, sagt Ortmann im AZ-Gespräch.

Von Mike Höpfner

Lesen Sie mehr Lokalnachrichten im E-Paper und in der Printausgabe der Stendaler Altmark-Zeitung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare