Grundhafter Ausbau geplant / Sparmöglichkeiten diskutiert / Bordsteine aus Beton oder Granit?

Halbe Million für die Deichstraße

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Das Regenwasser kann nicht abfließen und die Fahrbahn ist sehr uneben. Manche Laternen stehen nicht auf Masten, sondern sind an Hauswänden befestigt. Daher soll die Deichstraße für eine gute halbe Million Euro saniert werden.

Stendal. Weil der Fahrbahnbelag stark geschunden und in die Jahre gekommen ist, soll die Deichstraße auf der ganzen Länge grundhaft saniert werden. Mit der Baumaßnahme könnte noch in diesem Jahr begonnen werden.

Voraussetzung dafür ist jedoch ein rechtskräftiger Haushalt. Die Erneuerung schlägt mit über einer halben Million Euro zu Buche.

Neben der Fahrbahn sollen zusätzlich Gehwege, die Regenwasser-Kanalisation, Parkflächen und Straßenbeleuchtung erneuert werden. Der Fahrbahnbelag besteht laut Informationen des Tiefbauamtes ursprünglich aus Großsteinpflaster. Darauf sei allerdings vor einigen Jahren eine Asphaltdecke aufgebracht worden. Da diese immer wieder geöffnet und im Anschluss punktuell erneuert werden musste, ist die Fahrbahn sehr uneben.

Ein weiterer Problempunkt ist die fehlende Gosse. In Kombination mit der unebenen Fahrbahn kann sich so Regenwasser in Pfützen ansammeln. „Die Straßenbeleuchtung entspricht nicht dem Stand der Technik“, heißt es weiter in einer Beschlussvorlage der Stadt. Die Leuchten seien teils an Fahrbahnüberspannungen oder auch an Hauswänden angebracht.

Die Fahrbahnbreite zwischen den Häusern variiert stark. Teils sind es 10,50 Meter, teils nur 6,50 Meter. Daher haben auch die Gehwege eine unterschiedliche Breite von knapp anderthalb bis fast drei Metern. Der Aufbau der neuen Fahrbahn soll sich an diesen Querschnittswerten orientieren.

Die Fahrbahn soll mit einem 15 Zentimeter breiten Bordstein aus Granit eingefasst werden. Der Ausschuss für Stadtentwicklung hatte dazu angefragt, ob die Bordsteine nicht aus Beton sein könnten, um Kosten zu sparen. Die Verwaltung nahm dazu Stellung und führte aus, dass allein aus Gründen des Denkmalschutzes Natursteinmaterial wie Granit zum Einsatz kommen soll. Bordsteine aus Beton kosten pro Meter knapp sieben Euro weniger als die Granitvariante. Laut der Abwägung des Tiefbauamtes stehen den Mehrkosten durch Granit allerdings eine längere Lebensdauer und ein größerer Widerstand gegen Beschädigungen entgegen.

Der Parkstreifen soll in Fahrtrichtung rechts gebaut werden. Die Stellplätze werden Platz für 18 Pkw bieten. Für eine vernünftige Beleuchtung sorgen LED-Lampen, die an acht neuen Leuchten-Standorten unmittelbar vor den Gebäuden aufgestellt werden. Die Kosten des Vorhabens sind mit 509 100 Euro veranschlagt. Die Finanzierung erfolgt mit Fördermitteln aus dem Programm „Stadtumbau Ost“. Acht von neun Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung sprachen sich für die Sanierung der Deichstraße aus. Birgit Köpke (Linkspartei) enthielt sich der Stimme.

Von Mike Höpfner

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