Grundschule begrüßt Gastkinder aus Portugal, Polen, Litauen und der Türkei

An der Hagenbeck-Straße tummelt sich halb Europa

Die blauen Riesengymnastikbälle versinnbildlichten beim Staffelspiel „Reise durch Europa“ die Gesteinsbrocken von Rübezahl, der in Tschechien sein Unwesen trieb.
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Die blauen Riesengymnastikbälle versinnbildlichten beim Staffelspiel „Reise durch Europa“ die Gesteinsbrocken von Rübezahl, der in Tschechien sein Unwesen trieb.

Stendal. Wie auch schon im vorigen Jahr besuchen derzeit Vertreter europäischer Bildungsstätten die Europaschule „Am Stadtsee“. Das Projekttreffen „Let‘s explore europe – together we are one“ als Bestandteil des Erasmus-plus-Programms läuft bereits seit vergangenem Freitag.

Vertreter der Partnerschulen aus Portugal, Polen, Litauen und der Türkei sowie Gastkinder sind in der Lehrstätte an der Carl-Hagenbeck-Straße zu Besuch.

Der Sportunterricht der Zweitklässler wurde dafür mit Staffelspielen zum Motto „Reise durch Europa“ gestaltet. Eine fidele Tour führte die Mädchen und Jungen in einer Art Rundreise über Belgien nach Frankreich, Luxemburg, in die Schweiz, nach Österreich, Polen, Tschechien, in die Niederlande und nach Dänemark, von wo es zurück nach Deutschland ging. Sportlehrerin Kerstin Eggers erzählte vor jedem sinnbildlichen Landesbesuch Wissenswertes über die jeweiligen Staaten. So sei Belgien bekannt für Pralinen, in der Stadt der Liebe, Paris, werden gern Froschschenkel gegessen und schnelle Autos mit Luxemburg verbunden, während es zahlreiche Kurven in der Schweiz gibt, viel Schnee in Österreich und Chopin in Polen geboren wurde. In Tschechien trieb Rübezahl sein Unwesen und die Niederländer spielen gern Fußball. In roten Säcken hüpften da die „Frösche“ durch Frankreich, ein Brett mit vier Rollen stellte flotte Luxemburg-Flitzer und der Slalom-Parcours die Schweiz dar, Ski wurde in Österreich gefahren und ein Klavier-Puzzle stand für Polen, während blaue Riesengymnastikbälle Rübezahls Gesteinsbrocken symbolisierten. Außerdem galt es, den Niederländern zu zeigen, wie Fußball gespielt wird. Selbst die Wikinger waren präsent. Auch an Anfeuerungsrufen mangelte es nicht in der Sporthalle, die dabei förmlich bebte.

In ihre Reihen aufgenommen wurden von den Erst- bis Viertklässlern sofort auch die Gastschüler. Und dass am Ende nur eine Klasse Staffelspiel-Sieger werden konnte, spielte keine Rolle, weil alle Beteiligten etwas gewonnen haben, da die Mädchen und Jungen jede Menge Spaß erleben durften.

Die Bildungsstätte war bereits an drei Europa-Projekten beteiligt. Es gab Treffen mit Partnern aus Finnland, Spanien, Frankreich und Großbritannien. Das aktuelle Projekt beinhaltet erstmals den gegenseitigen Besuch von Schülern. Im März war eine Stendaler Delegation in Litauen zu Gast, eine weitere besuchte im Mai Projektpartner in Lissabon.

Auf dem Programm steht aktuell nach dem Kennenlernen eine Präsentation der verschiedenen Weihnachtsbräuche auf dem Kontinent. Geplant ist auch ein Spiele-Nachmittag zum Thema „So spielt Europa“. Landestypische Gerichte kommen bei einer Mitbring-Party auf den Tisch. Und Ausflüge in die Autostadt Wolfsburg sowie in den Harz werden den Aufenthalt der Gäste in der Altmark unterhaltsam abrunden.

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