Weinkeller im Technikzentrum der Sparkasse / Nur wenige Mitarbeiter haben den Raum betreten

Bis zu 282 gute Tropfen im Keller

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Rund 80 000 Euro hat die Ausstattung des Weinkellers unterhalb des Technikzentrums der Sparkasse an der Arneburger Straße gekostet. Jemals gesehen haben den Raum jedoch nur wenige Mitarbeiter.

Stendal. „Den Verwendungszweck des Raumes habe ich nie begriffen. Herr Burmeister kann doch mit Wein gar nicht so viel anfangen“, sagte der Kreditabteilungsleiter G. zu dem Weinkeller unterhalb des Technikzentrums der Kreissparkasse.

Unter dem Vorsitz von Richterin Elisabeth Nortmann waren gestern mehrere Sparkassen-Mitarbeiter als Zeugen an das Landgericht geladen.

G. habe nicht direkt mit dem Kellerbau zu tun gehabt, sei aber vom damaligen Abteilungsleiter informiert worden, „dass da was läuft“. Als Vertreter Burmeisters war er auch für den Kauf der Weinflaschen verantwortlich. „Wir hatten in der Spitze 282 Flaschen, nichts Teures. Ich sollte Weine für unter zehn Euro kaufen“, sagt G.

Vom Abteilungsleiter sei er zur Verschwiegenheit ermahnt worden. „Daran habe ich mich gehalten“, so der Ex-Kreditabteilungsleiter, „und auch Herr Burmeister hat mir gesagt, dass es nicht jeder Mitarbeiter erfahren darf.“ Die eigentliche Verwendung des Raumes sei erst nach dessen Fertigstellung im Vorstand diskutiert worden. „Alles im Haus hat Dieter Burmeister entschieden“, machte G. deutlich. Bei der Einweihung des Raumes seien fünf oder sechs Personen im Weinkeller gewesen. [...]

Von Mike Höpfner

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