Post SV Stendal hofft 2016 auf eine Förderung / Zehn Teams teilen sich einen Rasenplatz

Gute Chancen für Kunstrasen

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KSB-Präsidentin Carola Schulz im Gespräch mit Post-Präsident Rico Goroncy. Im Hintergrund ist der Schotterplatz erkennbar, an dessen Stelle ein Kunstrasenplatz entstehen soll.

Stendal. „Wenn das mit dem Kunstrasenplatz nichts wird, sieht unser Hauptplatz bald so aus wie unser Schotterplatz“, sagt Rico Goroncy, Präsident des Post SV Stendal. Seit 2013 verfolgen die Postler den Bau eines Kunstrasenplatzes auf ihrem Gelände in Röxe.

In diesem Jahr stehen die Chancen nicht schlecht, wie Carola Schulz, Präsidentin des Kreissportbundes (KSB), bei einem Gespräch auf dem Vereinsgelände mitteilte.

„Acht Vereine aus dem Landkreis, darunter fünf aus Stendal, können damit rechnen, dass sie in diesem Jahr eine Förderung erhalten“, erklärt Schulz. Zu diesen Vereinen gehört der Post SV Stendal. Derzeit müssen die betreffenden Vereine ihre Unterlagen beim Land einreichen. „Wenn alle Unterlagen komplett sind, dann weiß der Post SV Ende März, ob es klappt“, so die KSB-Präsidentin. „So lautet zumindest die Information vom Landesverwaltungsamt.“ Das Land stellt in diesem Jahr mehrere Millionen Euro für die Sportstättensanierung zur Verfügung.

„Uns fehlen nur noch die Kostenvoranschläge von den Firmen sowie die Zusage von der Stadt wegen deren Beteiligung“, erklärt der Post-Präsident. Von der beantragten Gesamtsumme trägt das Land 50 Prozent sowie die Stadt und der Landkreis jeweils 20 Prozent. Der Sportverein hat sich mit einem Eigenanteil in Höhe von zehn Prozent zu beteiligen.

Der Post SV Stendal mit seinen 265 Mitgliedern, davon 165 Kinder und Jugendliche, hat insgesamt zehn Fußballmannschaften – aber nur einen Rasenplatz, den alle Mitglieder nutzen. Als Ausweichmöglichkeit dient ein geschotterter Kleinfeldplatz. „Wir haben in den vergangenen Jahren einen großen Zuwachs gerade im Nachwuchsbereich“, stellt Goroncy fest. Der Rasenplatz sei überlastet. Hier trainieren zum Teil drei Mannschaften zur gleichen Zeit. „Wir können ja auch nicht ständig Spiele ausfallen lassen, nur weil der Rasenplatz eigentlich nicht bespielbar ist“, so der Post-Präsident.

Der Ausweg aus diesem Dilemma soll nun ein neuer Kunstrasenplatz sein. Er soll eine Größe von 60 mal 40 Metern haben, mit Flutlicht ausgestattet werden und Ballfangnetze erhalten. Der Kleinfeldplatz soll an der Stelle des jetzigen Schotterplatzes entstehen. „Der Kunstrasenplatz soll für den Punktspielbetrieb unserer Kleinfeldmannschaften und für das Training genutzt werden“, so Goroncy.

2013 haben die Postler das erste Mal einen Kunstrasenplatz beantragt und stehen seitdem auf der KSB-Prioritätenliste. „In den vergangenen Jahren hat es nicht geklappt, weil dem Land die finanziellen Möglichkeiten fehlten“, sagt Schulz.

Nun hofft der Verein auf den positiven Bescheid vom Landesverwaltungsamt für den Bau eines Kunstrasenplatzes. Die Mitglieder, Helfer und Unterstützer stehen bereits in den Startlöchern.

Von Mike Höpfner

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