Osterburg, Bismark und Arneburg-Goldbeck starten zweite Phase im Kampf gegen Brachflächen

„Grundstücke jetzt vermarkten“

Phase zwei läuft, dafür zeichnen sie mit ihren Namen: Eike Trumpf (v.l.), Verena Schlüsselburg und Nico Schulz. Foto/Repro: Mahrhold

Goldbeck/Osterburg/Bismark. Mit 100 000 Euro wollen die Einheits- und Verbandsgemeinden Osterburg, Bismark und Arneburg-Goldbeck ihrem auf 400 Hektar brachliegendem Land eine Zukunft schaffen.

„Es geht jetzt darum, die Grundstücke in Abstimmung mit den Eigentümern zu vermarkten“, hofft Osterburgs Einheitsgemeinde-Chef Nico Schulz auf baldige Resultate.

Die erwarten auch die Amtskollegen Verena Schlüsselburg (Bismark) und Eike Trumpf (Arneburg-Goldbeck), als sie am Dienstag im Verwaltungsdomizil An der Zuckerfabrik ihre Namen unter den zweiten Kooperationsvertrag für die zweite Phase des 2013 in gleicher Konstellation gestarteten „Brachflächen-Managements“ schreiben.

„Es gab keine Ablehnung“, resümiert Schlüsselburg die erste Runde, in der ein Stendaler Ingenieurbüro alle ungenutzten Areale der drei Gebiete aufgelistet hat. Inzwischen wollen auch die Nachbarregionen Seehausen, Arendsee, Kalbe und Gardelegen ein solches Brachflächen-Projekt anschieben, berichtet Bismarks Einheitsgemeinde-Chefin. Denn es sei ein „Nachahmer-Effekt ausgelöst worden“, sagt sie. Schüsselburg liege sehr am Herzen, dass die Brachflächen-Initiative „allen Orten zugute kommt“. Deshalb werde sie den neuen Stand in ihrer Ortsbürgermeister-Beratung am Abend bekanntgeben, kündigt sie an.

Das Fördergeld für die bis Ende 2016 laufende zweite Phase sei erst vor wenigen Tagen von der Investitionsbank Sachsen-Anhalt bewilligt worden, erklärt Eike Trumpf. Beginn des Fortsetzungsprojekts sei im August. Aber dieses Mal werde nicht wie ab 2013 „eine Dienstleistung“ gefördert, sondern die Bezahlung eines Brachflächen-Beauftragten. 80 Prozent der Kosten kommen von der Investitionsbank, die restlichen 20 Prozent teilen sich die drei Gebiete zu nahezu gleichen Teilen über zwei Haushaltsjahre auf.

Den größten Leerstand hat mit rund 150 Hektar Arneburg-Goldbeck zu bieten, der sich auf 179 Brachen erstreckt. Auf 149 Hektar in 239 ungenutzten Flächen bringt es Bismark, während Osterburg 183 Brachen aufweist, die sich auf rund 99 Hektar in der Fläche verteilen.

„Wir haben ein Stück Sensibilisierung betrieben“, sieht Bismarks Einheitsgemeindebürgermeisterin bereits jetzt positive Ergebnisse. Interesse an einer solchen Weißflächen-Vermarktung gebe es nun auch in Tangerhütte, berichtet Trumpf von einer entsprechenden Nachfrage seines Amtskollegen Andreas Brohm.

Bei den Bismarker, Osterburger und Arneburg-Goldbecker Brachen handelt es sich zu 70 Prozent um Althöfe, Deponien und Landwirtschaftsflächen.

Von Antje Mahrhold

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