Nach Stadtratsbeschluss folgt nun Architektenwettbewerb

Grundschule Petrikirchhof: Ideen sind gefragt

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Der Zeitplan steht: Bis 2020/21 soll der Neubau der „Petrikirchhof“-Grundschule fertig sein.

Stendal. Letztlich fiel die Entscheidung ohne eine einzige Wortmeldung. Die Grundschule „Petrikirchhof“ wird mit einer verminderten Kapazität auf einem Grundstück an der Haferbreite gebaut. Im Stadtrat gab es dazu in der vergangenen Woche keinerlei Diskussion.

Was wohl auch daran liegt, dass sämtliche anderen, bereits gefassten, Teilbeschlüsse von dieser Entscheidung unberührt bleiben. Nun geht es in die nächste Runde: den Architektenwettbewerb.

Die geplante Investitionssumme umfasst 4,2 Millionen Euro. Darin sind die Kosten für den Architektenwettbewerb jedoch noch nicht enthalten, wie die Stadtverwaltung mitteilt. Der Wettbewerb zielt darauf ab, „alternative Ideen und optimierte Konzepte für die Lösung von Planungsaufgaben und den geeigneten Auftragnehmer für die weitere Planung zu finden“. So formuliert es die Verwaltung. Die Kosten für den Wettbewerb betragen rund 50.000 Euro. Der Vorteil des Wettbewerbs liegt darin, so die Stadtverwaltung im Mai vergangenen Jahres, dass nach dessen Abschluss eine entsprechende Vorplanung bereits vorliegt. Ansonsten müsste diese extern in Auftrag gegeben werden, was weitere Kosten verursachen würde.

Bauamtsleiter Georg-Wilhelm Westrum wies auch bereits auf mögliche Maßgaben eines solchen Wettbewerbs hin: „So etwas gibt es in vielen Kommunen. Auch muss der erste Platz nicht zwingend realisiert werden. Da gibt es keinerlei Bindung.“ Immer wieder sprachen Politiker und auch Verwaltung von der „modularen Systembauweise“, die in dem Wettbewerb Berücksichtigung finden soll. Diese ähnelt der Plattenbauweise und könnte somit schneller und eventuell sogar kostengünstiger umgesetzt werden.

Über allem steht jedoch die zeitliche Begrenzung, wenn die neue Grundschule „Petrikirchhof“ wie geplant zum Schuljahr 2020/21 eröffnet werden soll. Also gute zwei Jahre, in denen ein architektonisches Konzept entwickelt und beschlossen, die Bauleistungen ausgeschrieben und der eigentliche Bau abgeschlossen werden soll.

Dass die Aufnahmekapazität für die Grundschule überhaupt geändert werden musste, liegt an einer Entscheidung der Kommunalaufsicht. Am Ende einer Prüfung war die Kommunalaufsicht nämlich der Auffassung, dass ein Neubau unwirtschaftlicher sei als eine Sanierung. In Kombination mit abweichenden Schülerzahlen an Rolandstädter Grundschulen schlug die Verwaltung schließlich die verringerte Kapazität vor.

Von Mike Höpfner

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