Grüße aus und nach Gorleben

Edgar Kirschner aus Magdeburg moderierte den 208. Friedensweg in Dolle an und grüßte die Aktivisten aus der Region, die gegen den Castor in Gorleben demonstrierten.

xp Dolle. „Wir sind mit unseren Gedanken und Herzen bei den Menschen im Wendland“, erklärte Edgar Kirschner aus Magdeburg. Der Moderator des 208. Friedenswegs brachte nicht nur das Thema bundeswehrfreie Colbitz-Letzlinger-Heide an jenem Sonntag zur Sprache, jenes Thema, das seit Beginn des monatlichen Treffens im August 1993, zur Sprache kommt.

„Einer von uns sitzt gerade auf den Schienen.“ Jubel ertönte am Denkmal in Dolle, wo sich zum Friedensweg in Richtung Truppenübungsplatz etwa 40 Menschen eingefunden hatten. Der „harte Kern“ der Demonstranten bestehe aus etwa 20 Aktivisten, wie zu erfahren war. Bis zu 400 hätten sich bereits bei den Märschen durch die Heide beteiligt. „Normalerweise sind wir drei Mal so viele“, so Kirchner. Doch die meisten hätten sich am jüngsten Wochenende nach Gorleben begeben. Unter jenen anderweitig beschäftigten Aktiven sei auch Malte Fröhlich. Er sei der, welcher auf den Schienen sitze.

Fröhlichs Worte erreichte die Protestgemeinde, die nach einem fünf Kilometer langen Weg zusammen mit Pfarrer Dieter Kerntopf den ersten Tag der Friedensdekade feierten.

Fröhlich informierte seine Mitstreiter per Email, aus welcher vorgelesen wurde. So handle die Bundesregierung gegen den mehrheitlichen Willen der Bevölkerung, gehe es um „grundgesetzwidrige Angriffskriege“ und darum „die Menge des Atommülls noch einmal zu verdoppeln“. Probleme würden von einer Legislatur auf die nächste verschoben. Jenem Unrecht müsse man sich „qualifiziert in den Weg stellen“. Eine Gelegenheit für „zivilen Ungehorsam“ gebe es in Gorleben.

Dabei sollten „die Bilder gewaltbereiter Polizisten aus Stuttgart uns nicht abschrecken, die Rechte unserer Kinder zu vertreten.“ Wobei jene Auseinandersetzung mit der Polizei sich nicht gegen die Beamten richte, sondern gegen Regierungsvorhaben. Laut Fröhlich hätten sogar viele Polizisten „Verständnis und Sympathie“ bekundet.

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