Ex-Berliner als mobiler Jugendarbeiter in der Wische im Einsatz / 49-Jähriger auch als Chorleiter im Gespräch

Großstadtflüchtling umsorgt die Jugend

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Roland Schielinski ist ausgebildeter Erzieher. Er lebt in Werben, wo der Gemischte Chor einen neuen Chef sucht.

Arneburg-Goldbeck/Osterburg/Seehausen. „Ich bin ein Großstadtflüchtling“, freut sich Roland Schielinski auf die Altmark. Der neue Mann im aktuell 82-köpfigen Team des Diakoniewerks Osterburg hat seinen Dienst in der Jugendwerkstatt Hindenburg angetreten.

Das Zuständigkeitsgebiet des mobilen Jugendarbeiters umfasst sechs Dörfer der Seehäuser Verbandsgemeindemitglieder Altmärkische Höhe, Altmärkische Wische und Aland sowie die zu Osterburg zählenden Ortschaften Flessau und Ballerstadt.

So hat der ausgebildete Erzieher viel Fläche pädagogisch zu beackern. Seinen Tourenplan stimmte Schielinski mit den Bürgermeistern ab. Auf die Jugend in Heiligenfelde, Pollitz, Flessau, Falkenberg, Ballerstedt, Krüden, Aulosen, Lückstedt und Geestgottberg wird der Ex-Berliner, der zuletzt in der nordbrandenburgischen Kreisstadt Uckermark lebte, zu festen Zeiten von Montag bis Freitag immer nachmittags in Dorfgemeinschaftshäusern und Gemeindehäusern, aber auch in ehemaligen Kindertagesstätten, Sporthallen, Sportlerheimen oder in der Schulaula treffen. Die Einsatzorte der Mobilen Jugendwerkstatt werden durch das Diakoniewerk auch mit der Kreisverwaltung in Stendal koordiniert.

Momentan hat Roland Schielinski Quartier bei der Wahl-Werbenerin Ingrid Bahß bezogen. In Hindenburg teilt er sich ein Büro mit Teamleiterin Heike Schwarte. Und weil der 49-Jährige auch ein ausgeprägtes Faible für Musik besitzt, Klavier spielen kann und diverse Chor-Erfahrung hat, könnte sein Zuzug in die weltkleinste Hansestadt alsbald eine drängende Postenvakanz beenden. Denn der Gemischte Chor Werben ist ja bekanntlich auf der Suche nach einem neuen Leiter. Vielleicht könnte Schielinski diesen Job bald übernehmen. Mit Werner Jose, dem Vorsitzenden des eingetragenen Vereins, habe der mobile Jugendarbeiter jedenfalls schon darüber gesprochen, erklärt der 49-Jährige der AZ am Montag.

Von Antje Mahrhold

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