13 Vierbeiner auf einen Schlag

Großeinsatz für das Stendaler Tierheim: „Alle mit Parasiten übersät“

Eines der zusätzlichen Sorgenkinder: Eine vernachlässigte und mit Parasiten übersäte Spitzhündin wird gewaschen. Sie hat den Namen Pouff bekommen.
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Eines der zusätzlichen Sorgenkinder: Eine vernachlässigte und mit Parasiten übersäte Spitzhündin wird gewaschen. Sie hat den Namen Pouff bekommen.

Borstel – Antonia Freist ist Arbeit gewohnt, doch in diesen Stunden weiß sie nicht, wo ihr der Kopf steht. Zwölf Hunde und eine Katze hat das Tierheim in Borstel Ende dieser Woche zusätzlich aufnehmen müssen, auf einen Schlag.

„Einige Tiere sind sehr verstört und alle sind mit Flöhen und anderen Parasiten regelrecht übersät“, berichtet die Leiterin gegenüber der AZ.

Ein Hund habe bei der ganzen Aufregung einen Krampfanfall erlitten und musste noch einmal extra einem Tierarzt vorgestellt werden. Hunde wie Katze seien vom landkreislichen Veterinäramt sichergestellt worden.

Die Vierbeiner stammen laut Freist allesamt von einem großen Gelände im Norden des Landkreises, auf dem unter anderem auch Schweine und Rinder frei herumliefen. Die aufgenommenen Tiere seien größtenteils gut genährt, freundlich und aufgeschlossen. Allerdings und wie schon erwähnt: „Sie sitzen hier voller Ungeziefer und die ersten Bäder sind längst eingelassen.“ Die Stendaler Tierschützerin würde sich über Anti-Floh-Mittel, Futter und insbesondere Welpenfutter freuen. Eine Hündin hat drei Welpen, eine weitere könnte schon bald Nachwuchs zur Welt bringen.

Unter den Neuzugängen sind unter anderem ein Beagle, zwei Spitze, zwei Kaukasier, ein Neufundländer-Mix. Freist spricht von einem Großeinsatz für Mitarbeiter und Helfer. Die Tiere in ein neues Zuhause zu vermitteln, dafür sei die Zeit noch nicht reif. Auch müsste die weitere Entwicklung abgewartet werden. Kreissprecherin Angela Vogel bestätigte den Einsatz. Warum genau die 13 Vierbeiner nicht mehr bei ihrem Besitzer leben können, dazu will sie sich noch äußern.

Wenn es um mögliche Spenden geht, verweist Freist auch auf 24 Kätzchen. Die Samtpfoten brauchen momentan Milch und werden bald an feste Nahrung herangeführt. Das Tierheim in der Stendaler Ortschaft kann beides gebrauchen, Milch wie Futter. Träger des Heims ist der Altmärkische Tierschutzverein. Für weitere Informationen: Tel. (03931) 216363.

VON MARCO HERTZFELD

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