Benefizkonzert zugunsten der Arneburger Kindertagesstätte

Wie Grobiane mit Damen für die Zukunft spielen

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Vor dem Auftritt stimmten sich die Amateure und Profis in der Garderobe der Arneburger Stadthalle erst einmal ein. Rudolf Reichwald, musikalischer Leiter, und Michael Döring waren trotz ´Profi-Status’ nicht vor der Generalprobe gefeilt.

Arneburg. Anders als zuvor angekündigt, traten am Samstagabend in der Arneburger Stadthalle nicht etwa die „Vier Grobiane und eine Dame“ auf, sondern plötzlich waren es „Drei Grobiane und zwei Damen“. Zumindest die zweite Dame ließ sich schnell erklären.

Den Musikern werde oft vorgeworfen, verrieten die Fagottisten hinter der Bühne im Gespräch mit der Altmark-Zeitung, dass sie mit ihren Instrumenten zum „Verrücktwerden“ neigen würden. Um diesem vorzubeugen, haben sie sich deshalb eine angehende Neurologin, Dr. Dorothea Henkel, herangespielt.

Die Jüngste im Bunde mit gerade einmal 28 Jahren sollte an diesem Sonnabend auch „uraufgeführt werden“. Grund für das Benefizkonzert der fünf 28- bis 72-Jährigen war neben der guten Tat für die örtliche Kindertagesstätte auch eine gewisse Heimatverbundenheit des Labormediziners Prof. Dr. Herwart Schenk. Dieser nämlich verbrachte seine Kindheit in Hohenberg-Krusemark und lebte später in Osterburg, weshalb der Besuch des Quintetts eine besondere Ehre für ihn war.

Entstanden sei die Idee, so Vorstandsmitglied des Kulturfördervereins „Östliche Altmark“, Dr. Wolfgang Haacker, durch den beibehaltenen Kontakt zur Musikergruppe, die bereits 2009 im Schloss Calberwisch gespielt hatte. Damals wie heute verzauberten sie ihre Zuhörer nicht nur mit musikalischen Klängen, sondern auch mit Texten. Lebendig vorgetragen mit Hilfe von Mimik und Gestik durch Norman Schenk, Schauspieler und Sohn des Fagottspielers, sorgten die aus dem Leben gegriffenen Passagen allseits für großen Spaß.

Und so zeigte sich am Ende des Abends, dass sich die fünf Euro Eintritt für die 90 Besucher den Zugabe-Rufen nach zu urteilen als lohnend erwiesen. Besonders erfreut war jedoch die Leiterin der Kindertagesstätte „Elbräuber“, Simone Hecht. Sie, die seit September 2012 im Dienst der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck steht, verriet, dass sie selbst etwas überrascht von der Auswahl zugunsten ihrer Bildungseinrichtung sei. Denn so fiel die Entscheidung zwischen dem Tagesstätten und der Seniorenresidenz der Elbestadt, nachdem festgestanden hatte, dass das Quintett nach Arneburg kommt. Glücklich war Hecht jedoch umso mehr, als sie dann vor drei Wochen erfuhr, dass man sich für die „Zukunft“, wie Dr. Haacker es ausgedrückt hatte, entschied. Wofür genau die Spendengelder Anwendung finden, sei noch offen. Allgemein werde es sich jedoch um Sport- und Spielmaterialien handeln.

Von Sandra Pieper

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