Goldbecks Direktor würdigt Fluthilfe-Einsatz seiner Schüler

Granit zum Abschied

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Goldbecks Jahrgangsbeste: Vanessa Hille (l.) und Theres Francke erbüffelten sich jeweils die Traumnote 1,05.

bko Goldbeck/Rochau. „Noch nie habe ich in meiner 40-jährigen Dienstzeit eine Abschlussballrede so durchdacht. “ – Kurze Pause: Winfried Schwuchow ist aufgewühlt, als er weiterspricht.

Selbst vom Hochwasser betroffen stellt Goldbecks Schulleiter den Kampf der Jugendlichen gegen die Flut in den Mittelpunkt. „Unermüdlich standen unsere Schüler mit in der ersten Reihe der Helfer“, betonte Schwuchow beim Abschlussball der Sekundarschule. Seine Schützlinge hätten Verantwortungsbewusstsein und Solidarität gezeigt und so die Vorurteile von Antriebslosigkeit und Lustlosigkeit widerlegt. „Eine Prüfung dieser Art brauchen wir aber nicht noch einmal“, ist sich der Direktor sicher, dass einige Überraschungen im Leben der Absolventen folgen. Neben sozialer Kompetenz sei fachliches Wissen wichtig, das im lebenslangen Lernprozess ständig erweitert werden sollte. Schwuchow wünsche sich, dass Goldbecks Schulabgänger mit Fleiß, Ausdauer und Neugierde Erfolg im Berufsleben haben.

Erfolg zeigten die 35 Realschüler in ihren Noten. 40 Prozent absolvierten die mündlichen Prüfungen mit der Note „Sehr gut“. Von 74 Prüfungen wurde nur eine mit „Mangelhaft“ bewertet. 24 der 35 Schüler erreichten den erweiterten Realschulabschluss und haben dadurch die Zugangsberechtigung für die gymnasiale Oberstufe.

.Jahrgangsbeste sind Theres Francke und Vanessa Hille mit einem Notendurchschnitt von 1,05. „Wir lassen damit einen sehr leistungsstarken Jahrgang gehen.“ Dies sei nicht zuletzt auch auf die beiden Klassenlehrerinnen zurückzuführen. Andrea Krahnert und Grit Hesse „führten als Kapitäne ihre Schiffe sicher und mit Vertrauen in die Mannschaft durch manch stürmische See“, dankte der Schulleiter seinen Kollegen für das Engagement ebenso wie den Elternvertretern, die zuverlässig zur Seite standen. So habe man den „Rucksack für die Reise in eine neue spannende Zeit gut gepackt und auch Rettungsringe nicht vergessen.“ Abschließend gab Winfried Schwuchow den Schülern mit auf den Weg, auf ihre Fähig- und Fertigkeiten sowie den Rückhalt ihrer Eltern zu vertrauen.

Auch die Schüler nutzten die Gelegenheit „Danke“ zu sagen und hinterlassen zur Erinnerung ein mit dem Schulnamen gravierten Granitstein. Diesen übergaben sie während des Abschlussballs in der geschmückten Rochauer Mehrzweckhalle. Die Zehntklässler waren jedoch nicht die einzigen, die die Schule verlassen. In den Ruhestand verabschiedeten sich die Lehrerinnen Sabine Geller und Elisabeth Speckhard sowie Hausmeister Rolf Schild. Eine weitere Lehrerin, Andrea Berndt, wird ab dem kommenden Schuljahr in einem anderen Bundesland unterrichten.

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