„Das ist mein Dorf“: Osterburger MAG-Siebtklässler erkunden Goldbeck und Umgebung

Goldwasser im „reißenden Fluss“

Wo die Uchte sprudelt: Auf der Brücke über den Fluss testeten die Schützlinge von Klassenlehrer Horst Janas das Geländer. Die Siebtklässler aus dem Osterburger Markgraf-Albrecht-Gymnasium waren das dritte Mal auf Kennenlerntour in Lebensorten ihrer Mitschüler.

Goldbeck. „Oh, was für ein reißender Fluss“, staunt Horst Janas Dienstagnachmittag beim Blick auf eine munter in Goldbeck plätschernde Uchte.

Der Klassenlehrer ist mit seiner 7c vom Markgraf-Albrecht-Gymnasium (MAG) rund 15 Kilometer aus Osterburg herbeigeradelt, um nach vorherigen Kennenlernprojekten in Seehausen und der Biesestadt mit den 26 Mädchen und Jungen zum dritten Mal zu erkunden, wo die Schülerschaft zu Hause ist.

An der Brücke am Ortsausgangsschild in Richtung Klein Schwechten verraten die Gastgeber Jan Bergmann und Jan Wotjak ihren Mitschülern als Erstes, dass Goldbecks Name von goldenem Wasser herrühren soll. Die beiden 13-Jährigen haben ein straffes Programm organisiert. Sie führen die MAG-Siebtklässler von der Uchte zur Grundschule und Kegelhalle an der Alten Dorfstraße und von dort zum ältesten Haus auf dem Vierseitenhof von Peter Schulz. Der Hausherr ermöglicht seinen Gästen auch einen interessanten Einblick in das Fachwerkgebäude, vor dessen Kulisse schon zahlreiches Plum-Mus-Festpublikum gefeiert hat.

Als weitere Anschauungsobjekte ihrer Heimatpräsentation wählte das Dorfführer-Duo die evangelische Kirche, den Bahnhof und das einstige Zuckerfabrikgelände aus. „Dort kann man schön sehen, wie sich Goldbeck verändert hat“, verweist Wotjak auf das Ensemble aus Feuerwehrdomizil, Verwaltungsamt, Solarstromstandort und Biomasse-Heizkraftwerk. Auch zum Sportverein „Blau-Gelb“ und der Sekundarschule lotsen die beiden die Truppe.

„Gut an Goldbeck finde ich den Bahn-Anschluss und dass wir Fußball im Sportverein spielen können“, zählt Jan Wotjak die Vorzüge seines Heimatdorfs auf. Kritik übt der 13-Jährige allerdings an der Ausstattung der Spielplätze im Wohngebiet An der Uchte und an der Ackerstraße. „Da ist ein Sandkasten, mehr nicht“, beneidet der Goldbecker seinen Mitschüler Jan Bergmann. Der wohnt in Bertkow und dort gibt es Torwand, Kreisel und Tischtennisplatte. Besonders letztere wünscht sich der 13-Jährige für sein Heimatdorf. Auch in Möllendorf gebe es bessere Spielplatzbedingungen. „Dabei ist Goldbeck doch so groß“, bringt es Wotjak auf den Punkt.

Wie gut der Spielplatz im Goldbecker Ortsteil ist, überprüfen die MAG-Siebtklässler dann mit eigenen Augen am Ende ihres Ausfluges. Dank Hilfe und Unterstützung der Familien Miehe, Schlemmer und Schernikau lässt die Truppe ihren Fahrradtrip beim Grillen entspannend und stärkend zugleich ausklingen.

Von Antje Mahrhold

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