Erlöse und Spenden vom Weihnachtssingen für das Frauenhaus

Glühwein für den guten Zweck

Uwe Trapp und Margot Nawitzki geben sich die Hand. Im Hintergrund Mitglieder der „Interessengemeinschaft Weihnachtssingen“. Foto: Krug
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Uwe Trapp und Margot Nawitzki geben sich die Hand. Im Hintergrund Mitglieder der „Interessengemeinschaft Weihnachtssingen“.

kr Stendal. Knapp einen Monat nach dem Weihnachtssingen am Heiligabend auf dem Stendaler Marktplatz setzten sich einige Mitglieder der „Interessengemeinschaft Weihnachtssingen“ erneut die rote Mütze auf.

Diesmal nicht, um für über 2000 Rolandstädter den Ton anzugeben, sondern um ihre Spende an das Frauenhaus zu übergeben.

Unter dem Motto „Bürger für Bürger, wir singen für das Frauenhaus Stendal“ kamen beim 12. Singen 1200 Euro vom Glühweinverkauf zusammen. Uwe Trapp, Sprecher der Interessengemeinschaft, übergab den symbolischen Scheck im kleinen Sitzungssaal des Rathauses an Frauenhausleiterin Margot Nawitzki. Es sei das erste Mal, dass eine vierstellige Summe zusammenkam, es wurde bedeutend mehr gespendet als sonst, so Trapp.

Die Interessengemeinschaft entschied sich für das Frauenhaus, da dort das Geld hinten und vorne fehle. Uwe Trapp bedankte sich bei allen Mitstreitern rund um das Weihnachsinngen, ohne die es weder Spenden noch das Weihnachtssingen gäbe.

Für das Gelingen des mehr als 2000 Fans anlockenden Events sorgten wieder die singenden Weihnachtsmänner, die Glühweinverkäufer, Sebastian Socha mit Trompetenklängen hoch oben vom Südturm der Marienkirche, die Bläser der Rolandmusikanten sowie Konrad Schulz, der für Ton, Licht und Bühne verantwortlich zeichnete.

Auch das Stadtoberhaupt Klaus Schmotz sagte dem Team der Interessengemeinschaft Danke. Als Uwe Trapp damals mit dieser Idee zu ihm kam, sei er skeptisch gewesen, ob sich die Rolandstädter gerade am Nachmittag des Heiligen Abends aufmachen würden, um auf dem Marktplatz zu singen und sich unterhalten zu lassen.

Margot Nawitzki und ihr Team sind dankbar für die Unterstützung. Das Frauenhaus feiert in diesem Jahr am 16. Dezember silbernes Jubiläum. Ungefähr genauso alt sind die Möbel im Kinder-Spielzimmer, sie werden nun ersetzt.

Seit 2005 gibt es das Frauenhaus in der Rolandstadt. Es ist das einzige Haus für hilfesuchende Frauen mit und ohne Kinder. Das nächste Frauenhaus steht in Salzwedel. Das Stendaler Frauenhaus bietet Platz für je acht Frauen und Kinder. Es ist aufgebaut wie eine Wohngemeinschaft, jede Frau hat ihr eigenes Zimmer, in das sie sich zurückziehen kann. Das Frauenhaus wird vom Land Sachsen-Anhalt, von Stadt und Landkreis Stendal sowie durch Spenden finanziert. Hinzu kommen vom Gericht verhängte Bußgelder, die in die Einrichtung fließen.

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