Gilde Eichstedt proklamiert neue Majestäten und Jugendkönigspaar 2013/ Arbeiten an Elektrik, Wall und Palisaden noch dieses Jahr

„Wir haben keine Querelen und keine Streitigkeiten“

Der Jüngste im Bund der Eichstedter Schützen ist Fritz Taetzelt. Der Zwölfjährige wechselt seine Zielscheibe schon wie ein Profi.

Eichstedt. „Die Zeit der großen Umzüge ist vorbei“, erklärte Präsident Karlheinz Schwerin beim Festappell der Schützengilde Eichstedt auf dem Areal an der Bahnhofstraße.

Vielmehr im kleinen Rahmen und somit in gemütlicher Runde war es das Fest am Sonnabend ein Stelldichein für die ganze Familie, zu dem der Vereinsvorsitzende im Namen eingeladen hatte. Und auch ohne Umzug lebt im Altmarkdorf das Brauchtum fort. Auf dieses Engagement ist Verbandsgemeindebürgermeister Eike Trumpf stolz: „Ihr habt eine ganze Reihe Jugendliche in eurem Verein, das ist eine Investition in die Zukunft. “.

Wie Eckart Schlaf, Präsident des Kreisschützenverbandes Stendal-Altmark, in seiner Rede berichtete, wurde beziehungsweise wird in weiteren zwölf Vereinen in diesem Jahr ein Schützenfest gefeiert. „Die 820 Mitglieder in 24 Schützenvereinigungen unseres Landkreises verkörpern somit eine langjährige Tradition.“ Schlaf ging dabei auch auf die zeitgeschichtliche Entwicklung des Schützensportes ein, welcher im Osten Deutschlands erst wieder nach der Wende mit dem Grundrecht der Vereinigungsfreiheit „zu neuem Leben erweckt wurde“. Während durch die damalige militärische Aufgabe Schützengesellschaften lange Zeit reine Männervereinigungen waren, sind heute „unsere Schützenschwestern nicht mehr aus dem Vereinsleben wegzudenken“. Als bestes Beispiel nannte Schlaf die erfolgreiche, amtierende Kreis-Schützenkönigin Regina Schwerin, die ebenso aus Eichstedter Reihen stammt. Ihren Erfolg unterstrich sie erneut am Sonnabend. Mit 50 von 50 erreichbaren Ringen erschoss sich Regina Schwerin den Titel der vereinsinternen Schützenkönigin. An ihrer Seite stand ihr Ehegatte und Vereinschef Karlheinz, der mit einer ebenso guten Leistung den Titel unter den männlichen Vereinsmitgliedern für sich gewinnen konnte. Doch wie er selbst betonte, ist diese Leistung nicht vergleichbar mit dem Sportschießen. Denn bei den Vereinswettkämpfen hat jede Schützengilde ihre eigenen Regeln. In Eichstedt bemühten sich die Erwachsenen im Kleinkaliber um Treffsicherheit. Im Gegensatz zu sportlichen Wettkämpfen war freigestellt, die Waffe auch aufzulegen. Rundum war Karlheinz Schwerin zufrieden: „Wir haben keine Querelen und keine Streitigkeiten.“ Für dieses Jahr hat er noch zwei große Ziele. So soll der Einbau weiterer elektrischen Anlagen für die Schießstände abgeschlossen werden. Im Außenbereich stehen eine Erhöhung des Walls und die Erneuerung der Palisaden auf dem Plan.

Nachdem die Schützenscheibe am Haus der neuen Majestäten angebracht worden war, ließen die Grün-Uniformierten den Festnachmittag gesellig mit ihren Gästen aus Eichstedts Nachbarvereinen unter anderem am Grill ausklingen.

Von Benjamin Kobelt

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