Jo-Jo-Sommer lässt Pilze sprießen / Vorsicht vor Verwechslungen

Giftige Doppelgänger

mei Stendal. Ein paar Tage Sommer mit Sonne satt, dann ein Temperatursturz mit Kühle und Regen – ideales Jo-Jo-Wetter für Pilze, die dieses Jahr früher sprießen als sonst.

Die traurige Folge ist allerdings, dass die Zahl der Pilzvergiftungen in diesem Sommer extrem hoch ist, wie das Giftinformationszentrum Nord in Göttingen meldet.

Paradebeispiel „Grüner Knollenblätterpilz“: Er ist leicht mit Champignon- und Täublingsarten zu verwechseln. Der Verzehr kann tödlich enden. Daher ist höchste Vorsicht geboten.

Dort gingen bereits im Juli mehr als 130 Anfragen zu Pilzvergiftungen ein und damit mehr als doppelt so viele wie in den Vorjahren. Auch im August wurde hier über ein Drittel mehr Fälle gemeldet als 2016. „Das Tückische ist, dass essbare Pilze giftige Doppelgänger haben, die ihnen sehr ähneln“, sagt Christian Riemschneider vom KKH-Serviceteam in Stendal. Paradebeispiel sei der grüne Knollenblätterpilz, der leicht mit Champignon- und Täublingsarten zu verwechseln ist und dessen Verzehr tödlich enden kann. Deshalb: Wer auf der Suche nach Pilzen für eine köstliche Suppe oder Pilzpfanne über Wiesen und durch Wälder streift, sollte sich richtig gut auskennen oder einen Pilzberater zu Rate ziehen. Die Grundregel Nr. 1 lautet: Hände weg von Pilzen, die unbekannt sind. Auf Apps oder Bücher, die bei der Bestimmung von Pilzen helfen, sollten sich Laien nicht verlassen.

Riemschneider rät zudem, Pilze nicht länger als einen Tag im Kühlschrank aufzubewahren.

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