„Ich hätte mehr erwartet“

Gewerbetreibende erhalten in Stendal erste Informationen zum Sachsen-Anhalt-Tag

Gut 60 Gewerbetreibende wollten sich einen ersten Eindruck von den Gestaltungsmöglichkeiten verschaffen, die die Hansestadt ihnen für den Sachsen-Anhalt-Tag anbietet.
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Gut 60 Gewerbetreibende wollten sich einen ersten Eindruck von den Gestaltungsmöglichkeiten verschaffen, die die Hansestadt ihnen für den Sachsen-Anhalt-Tag anbietet.

Stendal – Am Dienstagabend wollten sich gut 60 Gewerbetreibende in der Hansestadt Stendal einen Eindruck davon verschaffen, welche Möglichkeiten ihnen für den Sachsen-Anhalt-Tag zur Verfügung stehen, um sich zu beteiligen.

Dabei hätte, so die Rückmeldung einiger Teilnehmer, auch etwas mehr Substanz präsentiert werden dürfen.

Minh Hoang, der im Marketingsektor eines Fahrzeugherstellers aus Wolfsburg beschäftigt ist, hat für seine Eltern an dem Infoabend teilgenommen, die ein Sushi-Restaurant an der Breiten Straße betreiben. „Ich würde meiner Heimat gerne etwas zurückgeben“, berichtet Hoang. Bei seiner Marketingerfahrung wäre das auch der Bereich, in dem er sich engagieren wollte. „Die Stadt kann das nicht alleine stemmen“, stellte er fest. Der Vortrag der Hansestadt habe dabei gute und schlechte Seiten gehabt. So wurden zwar einzelne Maßnahmen, wie die Bewerbung der Veranstaltung mittels Flyern, bedruckten Bierdeckeln oder Ähnlichem, aber auch unter einem gesammelten Hashtag in den sozialen Medien erwähnt, was fehle, sei jedoch ein dem übergeordnetes Konzept.

„Ich hätte mehr erwartet“, gibt Hoang zu. Jedoch sei genau das auch eine Chance. Es gebe noch Luft nach oben und damit die Möglichkeit sich einzubringen und so etwas daraus zu machen. So dürfe der Sachsen-Anhalt-Tag nicht zu regional gedacht werden. Wer bis zu 300 000 Besucher erwarte, müsse auch überregional denken.

Alexander von Bismarck stellte, die Frage, die jeden Geschäftstreibenden beschäftige: „Wie kann ich mit dem Sachsen-Anhalt-Tag Geld verdienen?“ Ein bisschen Provokation gehöre schon dazu, erklärt er später im AZ-Gespräch. Er wolle sich in jeglicher Hinsicht für die Stadt einsetzen. „Für ihn ist es ganz einfach“, stellte Oberbürgermeister Klaus Schmotz fest. Auf seinem Familiengut in Döbbelin könne Bismarck rund 500 Parkplätze zur Verfügung stellen, von denen aus dann ein Shuttlebetrieb zur Kernstadt führt. „Wenn dann auf dem Rückweg nur 100 bei ihm einkehren, hat es sich schon gelohnt“, schätzt Schmotz.

„Es müssen viele Interessen unter einen Hut gebracht werden“, relativiert Yvonne Riesmann, die einen Unverpacktladen an der Breiten Straße betreibt, die Erwartungshaltung zur Veranstaltung. Zwar habe sie sich auch ein wenig mehr Tiefe gewünscht, aber wichtiger sei es alle mit ins Boot zu holen. Deshalb sei es auch schön, dass zu dieser ersten Infoveranstaltung so viele Teilnehmer erschienen seien. Dennoch hätte sie den bereits erwähnten Hashtag gerne erfahren, um schon mit der Bewerbung der Veranstaltung beginnen zu können.

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