Minderjährige in der Bundeswehr: Marcus Faber (FDP) attackiert Linke und SPD

„Geschmackloser Vergleich“

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„Minderjährige werden nicht in Auslandseinsätze geschickt“, kontert Marcus Faber in der Debatte um unter 18-Jährige in der Bundeswehr.

mei Stendal. „Auch die Bundeswehr unterliegt den Gesetzen des Arbeitsmarktes“, findet der Stendaler FDP-Bundestagsabgeordnete Dr. Marcus Faber.

„Wer junge Menschen ab 16 Jahren als reif genug empfindet, um einen Landtag zu wählen, muss ihnen auch zugestehen, über ihren eigenen Lebensweg frei entscheiden zu können“, bezieht er sich auf die steigende Zahl Minderjähriger in der Bundeswehr, die seit Abschaffung der Wehrpflicht im Jahr 2011 kontinuierlich gestiegen ist, wie aus einer aktuellen Anfrage im Bundestag hervorgeht. Der Arbeitsmarkt habe sich in den letzten Jahren stark verändert. Es herrsche Fachkräftemangel und alle Unternehmen konkurrieren um die Schulabgänger. Faber warnt in diesem Zusammenhang vor falschen Schlussfolgerungen.

„Auch einen geschmacklosen Vergleich mit zum Kämpfen gezwungenen Kindersoldaten, die teilweise nicht einmal zwölf Jahre alt sind und in Bürgerkriegen weltweit zum Einsatz kommen, hat die Bundeswehr nicht verdient und wird der Problematik in keiner Weise gerecht“, so Faber mit Blick auf die Ansicht der Linken. Aufgrund der freien Berufswahl in Deutschland könne niemand gezwungen werden, Soldat zu werden. Außerdem benötige man bei minderjährigen Bewerbern das Einverständnis der Eltern. „In Deutschland werden Minderjährige außerdem nicht in Auslandseinsätze geschickt“, stellt er klar.

Auch die Vorschläge der SPD, Minderjährige bis zum 18. Lebensjahr in einen Vorbereitungsdienst zu stecken, weist Faber zurück: „Wenn die SPD im Grundsatz dafür ist, sollte sie auch den Mut haben, dies so zu kommunizieren. Auch wenn wir die Kaserne in einem helleren Farbton streichen, bleibt es trotzdem eine Kaserne.“

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