Stipendiatin verabschiedet sich mit Zeichnung aus Stendal

Ein Gemälde als Andenken

+
Lydia Lander verbrachte sechs Wochen in der Hansestadt und ließ sich von der besonderen Architektur inspirieren.

kr Stendal. Am Montagmittag verabschiedete sich die fünfte Kunststipendiatin der Kaschade-Stiftung von der Hansestadt, aber nicht ohne ein Gemälde zur Erinnerung da zu lassen.

Dies übergab Lydia Lander im Kunstkabinett am Birkenhagen dem Stendaler Stadtoberhaupt Klaus Schmotz. Das Bildnis zeigt Schüler in der Weberstraße, im Hintergrund ist der Dom St. Nikolaus zu sehen. Das Besondere an diesem Gemälde ist, dass es mit Bleistift aufs Papier gebracht wurde und es während der Entstehung regnete. Diese Wassertropfen gaben dem Bild eine besondere Ausstrahlung.

Die freischaffende Leipziger Künstlerin war seit Anfang August zu Gast in der Rolandstadt. Menschen unterwegs machte sie zu ihrem Thema. Die Malerin und Grafikerin nutzte jede Möglichkeit um erlebte Situationen mit Menschen aufs Papier zu bringen, aber nicht mit dem Pinsel, sondern mit einem Bleistift. Die situativen Gemälde gestaltete sie im Atelier mit Buntstiften farblich aus. Von einigen Motiven war der Schirmherr des Stipendiums begeistert, ein besonderes erstand er für seine private Sammlung. Alltagsszenen, ein Perspektivwechsel, der den Blick fesselt durch die Detailgenauigkeit sowie wichtige architektonische Bauten ließ die Künstlerin in ihren Bildern einfließen. Angedeutete Straßenzüge waren für den Einheimischen sofort erkennbar und haben somit einen Lokalbezug. Dass sie architektonische Bauten in ihren Werken einfließen ließ, war für die Künstlerin etwas Neues.

„Hier in Stendal war es verlockend die Fachwerkhäuser und schmalen Straßen mit einzubringen“. Ungefähr 30 Werke entstanden bei ihrem sechswöchigen Aufenthalt. Die 32-Jährige war begeistert von der Rolandstadt. Lydia Lander wurde unter 46 Bewerbern ausgewählt, da ihre Technik und ihr Thema beeindruckten. Dieses Stipendium holt junge europäische Künstler in die Stadt und ermöglicht ihnen während eines sechswöchigen Aufenthalts, in den Räumen der Kaschade Stiftung zu leben und zu arbeiten. Für unsere Stadt sowie unsere Region ist das Stipendium eine interessante Bereicherung des Kunst- und Kulturangebotes, heißt es seitens der Stiftung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare