Kinderbetreuung der Asylbewerber kostet 100 000 Euro mehr

Geld für Flüchtlinge

Stendal. Bei der heutigen Stadtratssitzung wird ein Beschluss gefasst, wo aktuell noch nicht abzusehen ist, was die Maßnahmen des zugrunde liegenden Katalogs kosten werden.

Es geht um die Unterbringung, die vorschulische Kinderbetreuung, die Beschulung, die gesundheitliche Absicherung, Sprachförderangebote, die Freizeitgestaltung, gesellschaftliche Integration sowie die Verwaltung von derzeit 620 Asylbewerbern. Diese Zahl soll bis zum Ende des Jahres etwa auf das doppelte anwachsen. Genaue Kosten für die Umsetzung des Plans stehen noch nicht fest. Einzig das Defizit, welches durch die Betreuung von Flüchtlingskindern entsteht, kann beziffert werden. Insgesamt soll es 280 000 Euro betragen. Bei 50 Prozent Beteiligung der Eltern wären das immer noch 140 000 Euro. 2015 wird mit 100 000 Euro gerechnet. Ab 2016 steigt es an. Die Lösung soll in der Erweiterung der Kapazitäten liegen. Das werde aktuell geprüft. Außerdem läuft eine Anfrage zu den Kosten von Leichtbaumodulen.

Laut Beschlusslage kann das Defizit später über Landeszuschüsse ausgeglichen werden. Auch der Landkreis bleibt nicht auf den Kosten der Asylverfahren sitzen. Diese sollen laut Innenminister Holger Stahlknecht vollumfänglich vom Land ersetzt werden. Stahlknecht sicherte zu, dass „kein Haushalt ins Wanken geraten werde“. Der Innenminister fordert gleichzeitig den Bund auf, den Ländern weitere Gelder für die Umsetzung der Asylpolitik zur Verfügung zu stellen.

Von Ronny Kauerhof

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