Systembetreiber LandBell übernimmt ab 2018 vom Dualen System Deutschland und hat bislang kein Unternehmen präsentiert

Gelbe Tonne: Frage nach neuem Entsorger weiter offen

mih Stendal. „Es sind immer schwierige Gespräche, aber wir müssen ja weiterkommen. “ Mit diesen Worten beschreibt Landrat Carsten Wulfänger (CDU) die Verhandlungen mit dem neuen Systembetreiber für die Abholung von Leichtverpackungen.

Der Vertrag mit dem Dualen System Deutschland läuft aus und ab dem kommenden Jahr soll ein Unternehmen mit Firmensitz im rheinland-pfälzischen Mainz die Aufgaben übernehmen. Doch eine wesentliche Frage bleibt weiterhin offen.

„Das Unternehmen LandBell ist von 2018 bis 2020 für die Entsorgung zuständig“, sagte Dr. Denis Gruber, erster Beigeordneter des Landrates, im Kreisausschuss am Donnerstag. Bei LandBell befinde man sich noch in der Vertragsphase. „Ein entsprechender Entsorger wird noch präsentiert“, so Gruber. Damit steht noch nicht fest, ob das Tangerhütter Unternehmen Cont-Trans auch künftig die Gelben Tonnen leeren oder ob es möglicherweise einen ganz neuen Entsorger im Landkreis geben wird. In der Vergangenheit kam es in Punkten wie Fehlwürfen, zu schweren Tonnen oder beim Abholrhythmus immer wieder zu Streitigkeiten zwischen Bürgern und Cont-Trans.

„Wir sind immer noch unzufrieden damit, wie Informationen dazu weitergegeben werden. Und wir wissen nicht, ob der Systembetreiber alle Wünsche des Landkreises auch umsetzen wird“, sagte Dr. Helga Paschke (Die Linke). Doch der Landkreis kann momentan nicht viel tun. „Es gibt einfach noch keinen fertigen Vertrag, den wir unterzeichnen können. Und wer künftig die Tonnen abholt, das sagen die uns nicht“, erklärte Carsten Wulfänger. Das Prozedere soll weiterhin im Kreisausschuss besprochen werden.

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