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„Gehören nicht zum alten Eisen“

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Stendals Hansestadt-Amtsleiterin Ulla Fernitz gratulierte Chor-Leiter Karl Moritz (M.), der zum 100-jährigen Bestehen des Klangkörpers am Sonnabend einen Empfang gab.
Stendals Hansestadt-Amtsleiterin Ulla Fernitz gratulierte Chor-Leiter Karl Moritz (M.), der zum 100-jährigen Bestehen des Klangkörpers am Sonnabend einen Empfang gab.

pm Stendal. Wer auf 100 Jahre zurückblicken kann, wie die Singegemeinschaft Stendal-Röxe, hat allen Grund zu feiern. Das weiß auch der Vorstand des Chores. Er lud, einen Tag nach seinem Gründungsdatum 18.  Mai zu einem Empfang an die Lüderitzer Straße ein.

Den Festakt erlebte Stendals Hansestadt-Amtsleiterin Ulla Fernitz ebenso wie Abordnungen befreundeter Chöre sowie Gäste aus dem Ortsteil Wahrburg und verschiedenen Einrichtungen.

Es waren Gäste gekommen, die Gesang zu schätzen wissen und die sich mit der Singegemeinschaft verbunden fühlen. Und wie das bei Sangesbrüdern so üblich ist, durften auch musikalische Glückwünsche in Form von Ständchen – dargeboten vom Leiter des Stendaler Lutherstift-Pflegeheims, Andreas Krüger und mit Gitarrenspiel durch Pfarrer Dr. Tobias Eichenberg – nicht fehlen.

Andere Gäste gratulierten nicht nur mit Blumen, sondern hatten für weitere Auftritte neue Notenrollen mitgebracht. Alfred Fischer, der Vorsitzende des Singekreises Heide-Drömling, der 47 Erwachsenen- und drei Nachwuchschöre betreut, gratulierte den Stendal-Röxern nicht nur zur Auszeichnung mit der Zelter-Medaille, sondern überreichte Chor-Leiter Karl Moritz auch Anerkennungsurkunden. Eine solche erhielt auch der musikalische Leiter, Achim Nehm, vom Präsidenten des Deutschen Chorverbandes, Dr.Henning Scherf.

Die Grußworte des Stendaler Oberbürgermeisters überbrachte Ulla Fernitz: „Der Chor ist der beste Beweis, dass man mit 100 noch nicht zum alten Eisen gehört. Alle Mitglieder verbindet die Liebe zur Musik, weshalb die Bemerkung ,Hundert Jahre und kein bisschen leise’ ein gutes Kompliment ist. Die Bürger sind stolz darauf und das ist doch eine Bestätigung dafür, dass der Chor ein wichtiges Glied in der Kulturlandschaft der Hansestadt und darüber hinaus darstellt“, sagte die Ordnungsamtsleiterin.

Dieser würdige Rahmen, umgeben von historischen Fotos, Schriftstücken, Zeitungsartikeln und Medaillen, wurde auch genutzt, um die ältesten Mitglieder des Klangkörpers zu ehren. Es handelt sich dabei um den 87-jährigen Erwin Frenkel und den gleichaltrigen Kurt Bindemann. Das Duo hörte besonders bewegende Grußworte.

Die fand dann auch Joachim Dounz. Der langjährige Leiter des Stendaler Post-Chores gehört der Singegemeinschaft als Ehrenmitglied an. Dounz ließ die Höhepunkte der beiden Stendaler Traditionschöre Revue passieren. Den Ausführungen schloss sich schließlich Singegemeinschafts-Chef Moritz an. Er zitierte aus der Chronik die wichtigen Stationen, die der Stendaler Chor in den vergangenen 100 Jahren gemeistert hatte. Sie waren eng mit den jeweiligen politischen und kommunalen Situationen in der Region verbunden.

Nach dem offiziellen Teil wurden Erinnerungsstücke betrachtet und angeregte Gespräche in gemütlicher Atmosphäre geführt. Schließlich können Sänger von Proben und Auftritten nicht nur viel singen, sondern eben auch erzählen.

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