Nach Geflügelpestverdacht im Landkreis setzen Halter und Züchter Hoffnung auf ein Symposium in Templin

Geflügelzucht-Chef: „Es sind bald Wahlen“

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Der Protest gegen das Keulen von Tieren wegen Vogelgrippe in Wörth (Rheinland-Pfalz) hat für Aufruhr gesorgt.

tje Landkreis. Nach dem Wildvogel-Gefügelpestverdacht in Garz bei Havelberg (AZ berichtete) und dem bundesweit für Aufruhr sorgenden Protest gegen behördlich angeordnetes Keulen von Tieren wegen Vogelgrippe in einer Zuchtanlage in Wörth (Rheinland-Pfalz) setzen Züchter im Landkreis Hoffnung auf ein Symposium in Templin.

Auf dem Treffen am 25.  März bekommen Halter und Züchter wichtige Informationen über den Umgang mit dem Erreger H 5 N 8, weiß Kurt Stenzel.

Der Erste Vorsitzende des Stendaler Kreisverbands der Rassegeflügelzüchter (RGZ) will dabei sein, wenn die in Wolfsburg ansässige „Arbeitsgemeinschaft Vogelfrei“ (AG) Politikern, Veterinären und Geflügelzucht-Vereinsvorständen der östlichen Länder eine „Hilfe für den richtigen Umgang mit der Krankheit“ vermittelt. „Wie sollen Entscheidungen pro oder contra Keulung getroffen werden, wenn Ermessensspielräume nicht bekannt sind?“, erklären die Initiatoren Sabine Corban und Mathias Güthe. Es handelt sich um das dritte Symposium, dass die AG veranstaltet. Es trägt den Titel „H5N8: Veterinäre gefangen zwischen Wissenschaft und Politik“.

Ziel sei es, den wissenschaftlichen Hintergrund zu Empfehlungen des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) zu erklären, da dies bislang nicht der Fall sei. In der Zuchtanlage in Rheinland-Pfalz hatte ein Positivbefund des FLI zur behördlichen Anordnung der Keulung geführt. Die Züchter waren aber mit einem Eilantrag beim Verwaltungsgericht gegen die schon ausgesprochene Tiertötung vorgegangen. Für die Gerichtskosten sammelten sie Spenden. So sprechen die Zuchtfreunde vom Zuchtverein Wörth allen ähnlich betroffenen Kollegen Mut zu. Und raten ihnen, auf keinen Fall aufzugeben, sondern den Verantwortlichen in den Dachorganisationen der Zuchtverbände und Experten der AG zu vertrauen.

„Es sind bald Wahlen und die Züchter und Halter werden sich genau anschauen, wer Stimmen bekommt. Bestimmt nur, wer vernünftige Interessen vertritt. Die Grünen auf keinen Fall“, sagt Stendals RGZ-Kreis-Chef der AZ am Samstag.

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