Gefallener Major wurde in Stendal geboren

Stendal. Dass Afghanistan auch von der Altmark nicht weit entfernt ist, steht spätestens seit den Opfern einer Sprengfalle vom 15. April fest. Einer der Getöteten, Major Jörn Radloff, war Stendaler. Er wurde in der Stadt Ende Dezember 1971 geboren. Nach dem Abitur und der Ausbildung zum Elektromonteur ging er 1992 zur Bundeswehr. Zunächst war er bei den Panzergrenadieren, dann bei den Fallschirmjägern. Von Thomas Pusch

In verschiedenen Verwendungen wurde er als Ausbildungsoffizier eingesetzt, unter anderem auch in der Colbitz-Letzlinger-Heide. „Major Radloff war als ein überaus fürsorglicher und verantwortungsvoller Vorgesetzter bekannt“, sagte Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg am Sonnabend bei der Trauerfeier in Ingolstadt.

Vom Dezember 2002 bis Juni 2003 sei er als Zugführer bei SFOR in Bosnien und Herzegowina gewesen und vom Juli bis November 2007 als Kompaniechef der Stabs- und Versorgungskompanie des PRT Kunduz, einer Wiederaufbau-Einheit, in Afghanistan bereits eingesetzt gewesen.

Erst im Januar dieses Jahres war er von seinem Standort in Weiden nach Afghanistan zurückgekehrt. Er war als Kompaniechef-Mentor in Feyzabad tätig und begleitete in dieser Funktion ein Bataillon der afghanischen Armee.

Er sei ein begeisterter Sportler, gewesen, Fallschirmspringer und auch ehrenamtlicher Rettungsschwimmer. Er habe helfen wollen. Radloff lässt seine Frau und seine zwei Söhne im Alter von sieben und eineinhalb Jahren zurück.

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