Regelmäßige Kontrolle und Kleidung senken das Risiko

Gefahr durch Zeckenstiche in der Altmark

Zecken können mithilfe einer Tabelle erkannt werden. Die Tiere können Krankheiten übertragen, die ernste Folgen für den menschlichen Körper haben.
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Zecken können mithilfe einer Tabelle erkannt werden. Die Tiere können Krankheiten übertragen, die ernste Folgen für den menschlichen Körper haben.

Altmark – „Mit steigenden Temperaturen gehen die Zecken auch in der Altmark auf Nahrungssuche. Ihr Ziel: Blut“, warnt die Krankenkasse AOK in einer Mitteilung vor Gefahren. Die meisten Menschen bemerken nicht, wenn sie von einer Zecke gestochen werden.

Die kleinen Spinnentiere können zwei sehr gefährliche Krankheiten übertragen. Eine FSME-Impfung kann dem teilweise vorbeugen. Es gibt auch weitere Schutzmöglichkeiten.

Dazu muss klar sein, wo sich die Tiere aufhalten. Zecken lauern in Sträuchern, auf Bäumen und im hohen Gras. Einige Tiere bewegen sich auch aktiv in die Richtung ihrer Opfer. Diese erkennen sie am Geruch, ihre empfindlichen Sinnesorgane reagieren auf Ammoniak, Kohlendioxid und Buttersäure. Wenn sich Wirt und Zecke berühren, greift sich der Blutsauger sofort fest und bohrt seinen Saugrüssel in die Haut. Oft verbleiben die Zecken über Tage am Körper ihres Wirts, bis sie sich mit Blut vollgesaugt haben.

Treten nach einem Zeckenstich Hautrötungen auf, sollte schnell ein Arzt aufgesucht werden, da es sich um typische Borreliose-Symptome handeln könnte. Borreliose kann zum Beispiel zu Nervenlähmungen und Gelenkentzündungen führen. Allerdings ist der Ausbruch der Krankheit selbst nach dem Stich einer infizierten Zecke eher unwahrscheinlich. Laut Robert-Koch-Institut führen 0,3 bis 1,4 Prozent der Zeckenstiche zu Borreliose-Symptomen, und weniger als jede dritte Zecke ist überhaupt infiziert.

Die zweite Krankheit, die FSME, äußert sich mit schweren Grippesymptomen und Kopfschmerzen und kann sogar zu einer Hirnhautentzündung führen. Sie ist allerdings noch seltener als die Borreliose. Borreliose ist in ganz Deutschland verbreitet, hat aber einen Schwerpunkt in einem Streifen im Osten des Landes, der etwa vom Oderbruch bis in den Bayrischen Wald reicht.

FSME hingegen tritt regional sehr unterschiedlich auf. Risikogebiete sind Bayern, Baden-Württemberg sowie angrenzende Teile Hessens, Thüringens und Sachsens. In anderen Teilen Deutschlands sind bislang entweder keine oder nur einzelne Erkrankungen aufgetreten.

Der beste Schutz besteht in der Kontrolle des Körpers. Da der Zeckenstich keinerlei Schmerzen, Jucken oder ähnliches verursacht, muss der Körper am besten nach jedem Spaziergang in der Natur abgetastet werden. Entdeckte Zecken sollten mit einer Pinzette oder Zeckenzange nahe der Hautoberfläche gegriffen und langsam und gerade aus der Haut gezogen werden, ohne das Tier zu zerdrücken. Die Stichstelle sollte desinfiziert und noch eine Weile auf Rötungen beobachtet werden. Vorbeugend wirken körperbedeckende Kleidung und feste Schuhe. So findet die Zecke möglichst wenige Angriffspunkte.  pm

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