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Gebürtiger Stendaler macht Schalker Vorstand nass

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Von: Stefan Hartmann

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Auf einer Leinwand sind Norbert Hauka und der Vorstand des FC Schalke 04 zu sehen.
Standing Ovations für Norbert Hauka: Der befeuchtete Schalker Vorstand erhebt sich, um dem gebürtigen Stendaler zu applaudieren. © Hartmann, Stefan / Screenshot

Ein Altmärker hat die Bude auf Schalke zum Beben gebracht. Der Fußballverein hat am Sonntag seine Mitglieder versammelt. Der gebürtige Stendaler Norbert Hauka ist besonders im Gedächtnis geblieben.

Gelsenkirchen/Stendal – So aufgeregt sei er noch nie gewesen, erklärt der gebürtige Stendaler Norbert Hauka im Telefonat mit der AZ. Am Sonntag war er bei der Mitgliederversammlung auf Schalke und hat dort ordentlich Eindruck hinterlassen. Auch wenn das nicht ganz geplant war. Nachdem sein Gesangsbeitrag schon gut angekommen war, überschüttete er den Vorstand auch noch mit Wasser – und brachte so die Halle vor Begeisterung zum Kochen. „So hat ein Altmärker die Bude auf Schalke zum Beben gebracht“, sagt Hauka. Ein bisschen Ruhm in den sozialen Netzwerken hat ihm der Auftritt auch eingebracht: Knapp über 1000 Aufrufe hat das kurze Video auf Twitter bislang (Stand 14. Juni um 18 Uhr) gesammelt.

Zum Abschluss der Versammlung dürfen alle, die möchten, einen kurzen Redebeitrag halten. „Eigentlich wollte ich nur ein Dankeschön an alle lebenden und nicht mehr lebenden Schalker richten“, fasst Hauka seinen Plan zusammen. Die Aktion mit dem Wasser sei jedoch nicht geplant gewesen. Frei nach den Mottos „Ein gut gesungenes Lied vergisst man. Aber ein schräg gesungenes, das vergisst man nicht“ und „Wenn sie mit Tomaten schmeißen, hoffentlich nicht in Dosen“, wollte er die Vereinsmitglieder mit seinem Gründerlied ehren. Nach diesem hätten alle in der Halle schon gegrölt und eine Zugabe verlangt. Also habe er nach einem Glas Wasser verlangt und das Treuelied gesungen – sehr zur Begeisterung der Zuhörer. Wie es genau kam, könne er schließlich nicht mehr sagen. „Ich war wie in einem Tunnel und hab das dann einfach gemacht“, erklärt er später: Beim Wort „Prosit“ schüttete Hauka sein Wasserglas mit Schwung über den versammelten Vorstand. „Dann standen sie alle. ein paar Tausend Leute“, erklärt der gebürtige Stendaler. Noch nie sei er so in Erscheinung getreten. „Die Leute haben getobt und wollten Händeschütteln und Schulterklopfen. 40 Selfies waren gar nichts“, beschreibt er seine Erlebnisse am weiteren Abend. Immer wieder hätten die Leute ihn angehalten und Fotos mit ihm gemacht. Aber irgendwann war es zu viel. Da musste er einfach nach Hause und sich erst mal einen Tag hinlegen, um sich zu erholen. Das Schlimmste sei aber die Aufregung gewesen. Selbst als er noch in der Rollhockey Nationalmannschaft gespielt habe, sei er nicht so nervös gewesen, wie in der Zeit, die er auf seinen Auftritt warten musste, erzählt er. Aber: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt und wer nicht heiratet, kriegt kein Kind“, stellt er fest.

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