Das perfekte Dinner

Sängerin aus Stendal findet ihr Rezept

Jorita Solf steht für das TV-Dinner in ihrer Küche und erklärt die nächsten Schritte.
+
Millionen Dinner-Fans haben der gebürtigen Stendalerin über das Fernsehgerät beim Kochen zugesehen. Gedeckt war der Tisch für die Ausgabe Erfurt in Weimar.
  • Marco Hertzfeld
    vonMarco Hertzfeld
    schließen

Jorita Solf hat den Zuschauern bei „Das perfekte Dinner“ musikalische Leckerbissen serviert. Die Profisängerin stammt aus Stendal. Corona setzt ihr momentan Grenzen. Das TV-Dinner stärkte auch die Lebensgeister.

Stendal – „Ich hab’s geschafft und ich freu’ mich auf die Gäste“, singt Jorita Solf mit schöner klarer Stimme. Wer an diesem Tag durch die Programme zappte, konnte bei einer kochenden Profisängerin hängen bleiben. „Was für eine Nacht, selten feiert man solche Feste.“ Immer wieder bereicherte die 54-Jährige die Jubiläumsausgabe des TV-Formats „Das perfekte Dinner“ mit kurzen musikalischen Leckerbissen. So manchem Stendaler kam die charismatische Künstlerin aus Weimar womöglich bekannt vor. Schließlich ist sie in der Hanse- und Rolandstadt geboren und aufgewachsen. Vater Mario Kreiser war ein bekannter Tenor am Theater, Mutter Monika, eine Musiklehrerin, lebt heute noch in Stendal.

Singen ist für Jorita Solf Leidenschaft und Beruf. Momentan bremst noch Corona.

Vater ein Tenor, Mutter Musiklehrerin

„Eigentlich wollte ich ja klassische Sängerin werden und meinem Papa nacheifern“, erzählt Solf der AZ am Telefon. Sie studierte dann aber doch Pop und Jazz, eroberte sich die Bühne und fand auch ihr privates Glück in Thüringen. „Stendal und die Altmark gehören natürlich auch zu mir und umgekehrt. Als Kind ging es mit Papa ins Theater, Mutti hat mich früh gefördert.“ Auftritte in der alten Heimat habe es bislang noch nicht allzu viele gegeben, der Applaus beim Lionsball sei einige Jahre her. „Wenn Corona überstanden ist, wird es ein Konzert geben, am besten in der Katharinenkirche. Das habe ich mir fest vorgenommen.“ Momentan ist ihr Kalender leer.

Corona verhindert Auftritte allesamt

Die VOX-Sendung wurde im Januar aufgezeichnet und vergangene Woche das erste Mal ausgestrahlt. Die Sängerin nannte ihr Menü „My Family’s Favourites“ und servierte zunächst Gurkensuppe und Lachs, danach Libanesisches Hühnchen und Salat und schließlich zum Finale Apfelkuchen und Eis. Insgesamt 33 Punkte bekam sie von den vier Mitbewerbern für ihre Leistung, nur eine Frau erhielt mehr. „Über den zweiten Platz freue ich mich sehr. Überhaupt kam das Ganze zum richtigen Zeitpunkt und hat mir emotional richtig gutgetan.“ Auftritte mit ihrer Band Princess Jo oder auch solo seien eben momentan unmöglich.

Katharinenkirche in der Altmark fest eingeplant

Aktiv beworben habe sie sich nicht. Eine Handynachricht in ihrem Messenger hielt sie zunächst für einen Scherz. Die Ausgabe aus Erfurt und Umgebung zu 15 Jahre Fernsehdinner sollte etwas Besonderes werden, die Sängerin möge in der privaten Küche doch bitte genauso kreativ sein wie im Tonstudio. Die Neugier war schließlich größer als das Misstrauen. „Ich rief an und tatsächlich meldete sich am anderen Ende die Produktionsfirma.“ Auch danach brauchte sie noch einige Zeit zum Nachdenken. „Schließlich öffnet man nicht einfach so die Haustür für einige Millionen Zuschauer.“ Bereut habe sie ihren Auftritt nicht, im Gegenteil. Sie habe bereits zahlreiche positive Reaktionen bekommen.

„Es treffen täglich neue Anfragen ein, die Menschen interessieren sich für meine Arbeit und mich. Das macht einen verdammt glücklich.“ Ihre neue CD „Wunschkind“ ist erschienen. Solf hofft, sie auch bald live vorstellen zu können, womöglich ja auch in Stendal. Wer mehr wissen will, nutze www.jorita.de.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare