Mehr Platz für die Kameraden

Gebäudeerweiterung für Freiwillige Feuerwehr Stendal geplant

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Ein Teil der alten Stallungen soll abgerissen werden. 

Stendal – Die Stendaler Feuerwehr möchte aufstocken. Über die geplante Gebäudeerweiterung berichtet Stadtwehrleiter Michael Geffers jüngst dem Ausschuss für Stadtentwicklung.

Ausreichend Platz für eine neue Kleiderkammer, Stellplätze für die Fahrzeuge und eine überdachte Übungsfläche soll das momentan brach liegende Gebäude an der Grenze zur Blücherstraße bieten.

Ein Teil der alten Stallungen soll abgerissen werden. 

„Wir sind in Not hinsichtlich der Kleiderkammer“, berichtet Geffers dem Gremium. Momentan werde ein kleiner Keller im Feuerwehrgebäude als Kleiderkammer genutzt, kann die Stadt Stendal auf AZ-Anfrage mitteilen. Die Fläche sei zu klein und entspreche in keiner Weise den gewachsenen Anforderungen, so Pressesprecher Armin Fischbach. Rund 500 Personen werden von dort aus betreut. In der neuen Kleiderkammer solle für die Schutzausrüstungen aller Ortsfeuerwehren der Kinder- und Jugendriege sowie der Einsatzabteilung ausreichend dimensioniert werden.

Zudem sollen insgesamt sieben neue Stellplätze geschaffen werden. Momentan stünden die Container auf zu kleinen Stellplätzen auf dem Hof oder außerhalb der Feuerwehr. Ein Stellplatz sei als Reserve vorzuhalten, heißt es von Seiten der Stadt. Auch die neugegründete Wasserwehr solle mit untergebracht werden, wusste Geffers.

Um den Bau umzusetzen werde ein Teil der ehemaligen Stallungen, welche die Stadt bereits im Jahr 2015 erworben hat, abgerissen. „Dies ist nötig, weil das Gebäude nicht den erforderlichen Normen entspricht“, klärt Fischbach auf. Die Unfallverhütungsvorschriften könnten in diesem Bereich nicht eingehalten werden, da die Tore nicht breit genug seien. Und auch die Raumtiefe entspreche nicht den geltenden Anforderungen.

Insgesamt belaufen sich die Kosten für das Projekt auf rund 2,7 Millionen Euro kann die Stadtverwaltung mitteilen. Der Löwenanteil von 1,2 Millionen Euro werde in den Neubau fließen. 900 000 Euro werde die Sanierung des alten Gebäudetraktes in Anspruch nehmen. Während des Ausschusses gab Bauamtsleiter Georg-Wilhelm Westrum zu verstehen, dass es sich dabei um die momentanen Preiskalkulationen handle. Bei den aktuellen Preisentwicklungen müsse man ja förmlich im Konjunktiv sprechen. Mit Fördergeldern sollen 50 Prozent des Neubaus finanziert werden. Für die Sanierung des Altgebäudes, nebst Abriss und Außenanlagen solle der Topf „Soziale Stadt“ angezapft werden, so Fischbach.

Über eines würde sich Geffers freuen: „Es wäre schön, wenn die Bauarbeiten zum möglichen Sachsen-Anhalt-Tag abgeschlossen sind.“ Bei einer Bauzeit von rund drei Jahren, wie der Pressesprecher verrät, müsste demnach schon bald damit begonnen werden.

VON LAURA KÜHN

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