1. Liedermacher- und Kleinkunstfestival am 3. November in der Wischelandhalle Seehausen

Zu Gast bei Musikern und Künstlern

Die Band Nobody Knows organisiert das Festival federführend und hat sich bei den teilnehmenden Künstlern nicht nur auf Bands beschränkt. Foto: Birgit Krause

Altmark/Seehausen. Kein Jahr ohne Festival. Und das mit größtmöglicher Vielfalt.

Nachdem es zum Folkprogramm der hansestädtischen Lokalmatadoren Nobody Knows bereits seit Jahren das Open-Air-Event im Klostergarten gibt, sollte nun auch endlich ein passendes Festival zu „Lyrik im Anzug“ entstehen. Die Premiere des Liedermacher- und Kleinkunstfestivals findet am Sonnabend, 3. November, in der Wischelandhalle in Seehausen statt. Der Veranstaltungsort war schnell gefunden, arbeiten die Musiker doch schon lange erfolgreich mit Ingrid Jabke von der Seehäuser Stadtinformation zusammen.

Und auch die Liste der auftretenden Künstler lässt ein Stelldichein verschiedener Genres der Musik- und Kleinkunst erahnen, das es in dieser Zusammensetzung in der Altmark wohl noch nicht gegeben hat. Für den musikalischen Part haben die Organisatoren um Max Heckel neben der eigenen Combo samt Zeugnissen lyrischer Vertonung auch die Sanner Band „Die Siedler“ mit ins Boot geholt. Zu hören sind dabei Texte, die zum Nachdenken, aber auch zum Träumen anregen sollen. Eigens für das Festival haben sich die vier Liedermacher von „Schnaps im Silbersee“ beworben. Die Chemie stimmte, sie werden in Seehausen dabei sein, berichtet Heckel. Musikalisch bedient sich die Berliner Band überall ein bisschen – bei Jazz, Blues, Punkrock, Mittelalter, Klassik und auch Metall – bleibt aber auch dem Fingerstyle und folkloristischen Traditionen treu. Den Teil der Liedermacherkunst wird die „MartinRühmannBand“ beschließen, „die in den Charme des Alltäglichen entführen“, verspricht Heckel.

Allerdings sind die beiden Programmteile Liedermacher und Kleinkunst innerhalb des Festivals eng miteinander verwoben. Parallel zum Auftritt der Bands wird sich Peter Dahlmann einen Weg durch die Zuschauerreihen bahnen. Als Gaukelzauberer Dalli hat er schon so Manches vor Heckels Augen verschwinden lassen – und den Trick auch bis heute nicht verraten. Seine stummen Tricks werden die musikalische Atmosphäre ergänzend aufwerten. Für die Jüngsten wird Dalli im Foyer der Wischelandhalle auch Luftballonfiguren zaubern, die weit über die Motive Hund, Schwert und Herz hinausgehen werden.

Nur dem Namen nach mit Feuer verbunden werden am 3. November die „Firewings“ sein. Da sie ihre vom Folkfestival bekannten Feuer-Kunststücke in der Halle ob der Brandschutzbestimmungen nicht ausführen werden, zeigen sie nun Akrobatik auf hohem Niveau. Zusätzlich jonglierend und in fantasievollen Kostümen entführen die „Firewings“ die Besucher in die vom Cirque du Soleil inspirierten Welt der Artistik.

Eröffnet wird das Festival in aller Stille – mit dem Pantomime Stefanello, der auch ohne Worte Geschichten erzählen kann, die poetisch und komisch sein können. „Die Leute sollen kommen und staunen“, lautet die Maxime für den 3. November, wenn sich um 18 Uhr die Pforten der Wischelandhalle öffnen. Karten gibt es im Vorverkauf bei der Stadtinformation Seehausen, unter der Telefonnummer (039386) 5 47 83 oder info@stadt-seehausen.de sowie unter info@nobodyknows.de. Die Karten kosten im Vorverkauf 15 Euro (ermäßigt 13), an der Abendkasse 20 Euro (ermäßigt 18).

Allerdings: Das Liedermacher- und Kleinkunstfestival soll das Festival „Folk in die Nacht“ im Stendaler Klostergarten nicht ablösen. Am 10. August 2013 wird dort wieder Open-Air musiziert. Eine Idee wäre der jährliche Wechsel zwischen Folk- und Lyrik-Festival.

Von Bianca Lange

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